Dessousfirma Victoria's Secret prüft Kinderarbeitsbericht

Teuer verkauft, billig produziert? Die Unterwäschefirma Victoria's Secret soll bei der Produktion ihrer fair gehandelten Kollektion mittelbar die Arbeitskraft westafrikanischer Kinder in Anspruch genommen haben. Das Unternehmen geht nun den Vorwürfen nach.

Modenschau von Victoria's Secret 2010: Fair gehandelt, von Kindern produziert?
REUTERS

Modenschau von Victoria's Secret 2010: Fair gehandelt, von Kindern produziert?


Hamburg - Ausgerechnet die als fair gehandelt bezeichnete Ware ist betroffen: Der US-Dessoushersteller Victoria's Secret prüft Vorwürfe, Teile seiner Unterwäschekollektion seien mit Hilfe von Kinderarbeit hergestellt worden. Der Mutterkonzern Limited Brands teilte mit, er sei "sehr besorgt" über die Anschuldigungen: Die Baumwolle für manche Höschen soll im westafrikanischen Burkina Faso mit Hilfe von Kindern angebaut worden sein. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsnachrichtendienstes "Bloomberg" hervor.

"Sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe haben wir begonnen, diese intern und extern zu untersuchen", hieß es bei dem Unternehmen. Sollte sich herausstellen, dass die Vorwürfe zutreffen, werde das Unternehmen "schnell handeln", um die illegale Beschäftigung Minderjähriger zu stoppen.

Victoria's Secret ist vor allem wegen seiner jährlichen Modenschau bekannt, für die der Dessoushersteller stets prominente Models wie Heidi Klum, Gisele Bündchen, Helena Christensen, Elle Macpherson oder Claudia Schiffer anheuert.

Die Models tragen bei der Schau neben knappen Textilien meist überdimensionale Flügel, die Dessous sind vor allem mit Strass verziert, und der Höhepunkt der Präsentation ist ein Büstenhalter, der mit Diamanten geschmückt ist - im Wert von mehreren Millionen Dollar.

jbr/AFP



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