Statistisches Bundesamt In den meisten Haushalten mit Migranten wird überwiegend deutsch gesprochen

In den meisten Haushalten, in denen Menschen mit Migrationshintergrund leben, wird überwiegend deutsch gesprochen. Eine Rolle dabei spielt, wie viele Mitglieder ausländische Wurzeln haben.

Science Photo Library/ imago images

In 63 Prozent der Mehrpersonenhaushalte, in denen mindestens ein Mensch einen Migrationshintergrund hatte, wurde im vergangenen Jahr überwiegend deutsch gesprochen. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis des Mikrozensus mit. In sieben Prozent der Haushalte war Türkisch die überwiegend gesprochene Sprache, gefolgt von Russisch (fünf Prozent), Polnisch und Arabisch (jeweils drei Prozent).

Welche Sprache hauptsächlich verwendet wird, hängt laut dem Bundesamt vor allem davon ab, wie viele Menschen mit ausländischen Wurzeln in dem Haushalt leben. So wurde in 95 Prozent der Haushalte, in denen nur ein Bewohner einen Migrationshintergrund hat, zumeist deutsch gesprochen.

Bei Haushalten, in denen alle Mitglieder ausländische Wurzeln hatten, waren es noch 44 Prozent. Das Statistische Bundesamt gab die Zahlen anlässlich des Tags der deutschen Sprache am 14. September bekannt.

Rund 25 Prozent der Menschen in Deutschland haben demnach einen Migrationshintergrund. Die Behörde spricht davon, wenn eine Person selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.


Zur Untersuchung: Die Zahlen basieren auf dem Mikrozensus. Das ist die größte jährliche Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland. Befragt werden rund 830.000 Personen in etwa 370.000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften. Sie geben Auskunft zu verschiedenen Themen wie ihrer Ausbildung, ihrem Wohnsitz oder der Kinderbetreuung. Mehr Informationen lesen Sie hier.

bbr/dpa



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