Statistisches Bundesamt Zuwanderung lässt Bevölkerung in Deutschland leicht wachsen

Neue Zahlen zum Bevölkerungswachstum: Ende 2021 lebten in Deutschland rund 82.000 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg um gerade mal 0,1 Prozent ist Ergebnis der Zuwanderung.
Menschenmenge auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil: Deutschlands Bevölkerung ist im Jahr 2021 um 82.000 Menschen gewachsen

Menschenmenge auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil: Deutschlands Bevölkerung ist im Jahr 2021 um 82.000 Menschen gewachsen

Foto: Frank Rumpenhorst / picture alliance / dpa

Die Bevölkerung in Deutschland ist im vergangenen Jahr geringfügig gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich die Zahl der hierzulande lebenden Menschen im Vergleich zum Jahr 2020 um 0,1 Prozent oder etwa 82.000 auf gut 83,2 Millionen. Im Jahr davor hatte die Zahl praktisch stagniert. Laut Bundesamt war der Anstieg vor allem auf einen Einwanderungsüberschuss zurückzuführen .

Demnach ließen sich im vergangenen Jahr insgesamt rund 317.000 Menschen mehr im Bundesgebiet nieder, als ins Ausland wegzogen. Damit näherte sich die sogenannte Nettozuwanderung wieder dem Niveau vor dem Ausbruch der Coronapandemie. 2019 hatte die Nettozuwanderung bei 327.000 gelegen, im ersten Coronajahr war sie zwischenzeitlich auf 220.000 zurückgegangen.

228.000 mehr Sterbefälle als Geburten

Eine gegenläufige Entwicklung gab es indes beim sogenannten Überschuss der Sterbefälle. Er stieg im vergangenen Jahr laut vorläufigen Daten der Behörden weiter an auf rund 228.000. Im Jahr 2020 waren in Deutschland dagegen lediglich 220.000 Menschen mehr gestorben, als hier geboren wurden.

Wie aus der Statistik auch hervorgeht, erhöhte sich der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung weiter:

  • Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ab 60 Jahren stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf 24,4 Millionen.

  • Die Zahl der Menschen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren sank um 0,8 Prozent auf 43,4 Millionen,

  • während die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 20 Jahre um 0,6 Prozent auf rund 15,4 Millionen stieg.

10,9 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft

Auch der Anteil der Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit erhöhte sich auf 13,1 Prozent. Im Jahr zuvor hatte er bei 12,7 Prozent gelegen. Zum Jahresende 2021 lebten demnach

  • 10,9 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Deutschland;

  • 72,3 Millionen Menschen hatten nach den Angaben des Bundesamts die deutsche Staatsbürgerschaft.

In den westdeutschen Bundesländern ohne Berlin lebten demnach 67,1 Millionen Menschen, in den ostdeutschen Ländern ohne Bundeshauptstadt 12,5 Millionen. Die Bevölkerung im Westen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 98.000, während sie im Osten leicht um 30.000 weiter abnahm.

Laut Statistischem Bundesamt basieren die Angaben auf einer sogenannten Bevölkerungsfortschreibung. Diese fußt auf den Ergebnissen des Zensus 2011, die jährlich durch Daten der Standes- und Meldeämter auf einen neuen Stand gebracht werden. Die sind laut Bundesamt vorläufig, mit größeren Verschiebungen ist nachträglich jedoch nicht mehr zu rechnen.

ala/AFP

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