Documenta in Kassel Verdächtige Ampullen lösen Polizeieinsatz aus

Zwei Glasampullen mit einer verdächtigen Flüssigkeit haben auf der Documenta in Kassel einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Doch die Beamten konnten schnell Entwarnung geben. In den Behältnissen fanden sie - Speiseöl.

13. Documenta in Kassel: Performance der deutschen Künstlerin Sonja Töpfer
DPA

13. Documenta in Kassel: Performance der deutschen Künstlerin Sonja Töpfer


Kassel - Aufregung in Kassel: Zwei Documenta-Mitarbeiter haben am Dienstagabend zwei reagenzglasähnliche Ampullen in einem Ausstellungsgebäude der Weltkunstschau Documenta 13 entdeckt. Sie alarmierten umgehend die Polizei. Die Beamten räumten das Gebäude am Hauptbahnhof im alten Zollamt und sperrten es weiträumig ab.

Um die Flüssigkeit zu analysieren, rückten kurz darauf Spezialisten des Landeskriminalamts in einem Hubschrauber an. Am späten Abend dann kam die Entwarnung: Bei der verdächtigen Flüssigkeit handelte es sich vermutlich um Speiseöl. Die Polizei vermutet "Scherzbolde" hinter dem Vorfall. Sollten diese erwischt werden, müssten sie wohl die gesamten Kosten des Polizeieinsatzes tragen, hieß es.

Die deutsche Künstlerin Sonja Töpfer hatte am Dienstag im Rahmen des Projektes "Winning Hearts and Minds" eine Performance mit Reagenzgläsern auf der Documenta gezeigt: Sie ließ Blutstropfen in mit Flüssigkeit gefüllte Röhrchen fallen und verschenkte diese an Besucher. Mit der Aktion "Hypostase Requiem" will sie symbolisch Kraft weitergeben.

ala/dpa



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