Dominikanische Republik US-Medien berichten über mysteriöse Todesreihe

In der Dominikanischen Republik ist erneut ein US-Bürger unter bislang ungeklärten Umständen gestorben. Der Tourismusminister des Karibikstaats bemüht sich um Schadensbegrenzung.

Strand bei Punta Cana im Osten der Dominikanischen Republik: "Das erste Mal, dass die Medien so alarmierend berichten"
ERIKA SANTELICES/ AFP

Strand bei Punta Cana im Osten der Dominikanischen Republik: "Das erste Mal, dass die Medien so alarmierend berichten"


Es ist eine mysteriöse Reihe, die in den USA derzeit für Schlagzeilen sorgt: In der Dominikanischen Republik ist vergangene Woche erneut ein US-Bürger gestorben. Amerikanischen Medienberichten zufolge ist es der neunte Fall innerhalb von 13 Monaten, in denen ein Tourist aus den USA unter bislang ungeklärten Umständen in dem Land gestorben ist oder nachdem er in einem der Resorts dort erkrankte. Das berichtet unter anderem der Sender CNN. Ob die verschiedenen Todesfälle miteinander in Verbindung stehen, ist unklar.

Bei dem jüngsten Fall handelt es sich um Joseph Allen aus New Jersey, er wurde den Medienberichten zufolge am 13. Juni in seinem Hotelzimmer in der Stadt Sosúa tot aufgefunden. Laut seiner Schwester ist bisher unklar, woran er gestorben ist. Der 55-Jährige war demnach mit seinen Freunden gereist und kannte das Hotel bereits von früheren Urlauben. Gegenüber Freunden habe Allen am Tag vor seinem Tod gesagt, er fühle sich nicht gut.

US-Behörden bestätigten den Tod des US-Amerikaners. Informationen zur Todesursache könne man bisher nicht nennen, hieß es.

Ein sicherer Ort für Touristen?

Seit Juni 2018 starben neun US-Amerikaner in der Dominikanischen Republik oder nach einem Aufenthalt dort, weil sie offenbar plötzlich erkrankten. Bisher ist unklar, welche Fälle davon eine natürliche Ursache haben. Vergangene Woche teilte die US-Botschaft in Santo Domingo mit, die US-Bundespolizei FBI unterstütze die dominikanischen Behörden bei weitergehenden toxikologischen Untersuchungen. Mit den Ergebnissen werde allerdings erst in etwa vier Wochen gerechnet.

In den vergangenen fünf Jahren hätten Millionen US-Amerikaner die Dominikanische Republik besucht, sagte Tourismusminister Francisco Javier García Fernández laut CNN Anfang des Monats. "Aber es ist das erste Mal, dass die Medien so alarmierend berichten." Es handle sich um individuelle Fälle, und das Land sei noch immer ein sicherer Ort für Touristen.

Die Dominikanische Republik ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in der Karibik. Mehr als sechs Millionen Touristen besuchen das Land jedes Jahr, etwa ein Drittel kommt aus den USA. Aus Deutschland reisten 2018 mehr als 200.000 Menschen in das Land. Offiziellen US-Angaben zufolge starben von 2012 bis Dezember 2018 insgesamt 128 US-Amerikaner in der Dominikanischen Republik eines nicht natürlichen Todes, also beispielsweise bei Unfällen oder Gewalttaten.

tin/aar



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.