Trumps Staatsbesuch in Großbritannien Geschenke, Tee und Lunch für Trump

US-Präsident Trump hatte sich vor seinem Besuch in Großbritannien zwar nicht gerade auf nette Weise über die Gastgeber geäußert. Geschenke, präsentiert von der Queen, gab es trotzdem.

Henry Nicholls/ REUTERS

Nachdem US-Präsident Trump seine Gastgeber vor seinem Staatsbesuch in Großbritannien zunächst düpierte, verläuft das Besuchsprogramm nun offenbar ohne weitere Komplikationen.

Zum Empfang in London trug Melania ein weißes Kostüm mit Hut, Camilla hatte ebenfalls ein helles Outfit mit Kopfbedeckung gewählt. Begleitet wurde der Empfang von Salutschüssen. Vor einem gemeinsamen Mittagessen wurden Trump und Melania im Garten des Palasts mit militärischen Ehren empfangen.

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Trump bei der Queen: Lunch, Tee und Geschenke

Anschließend ließ sich der US-Präsident von Queen Elizabeth II. zudem eine Sammlung historischer königlicher Golfgegenstände zeigen. Trump ist leidenschaftlicher Golfspieler und besitzt zwei Plätze in Schottland.

Gemeinsam mit Trumps Tochter Ivanka und ihrem Mann Jared Kushner besichtigten die Trumps zudem historische Dokumente und Bilder, darunter eine Kopie der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.

Offenbar begleitete auch Prinz Harry zeitweise die Trumps bei ihren Kulturaktivitäten. Der US-Präsident hatte sich zuvor über dessen Frau, Herzogin Meghan, abfällig geäußert. In einem Interview bezeichnete er sie als "fies".

Die Queen schenkte dem US-Präsident eine Erstausgabe von Winston Churchills Buch "Der Zweite Weltkrieg". Das Buch beleuchtet den gemeinsamen Einsatz von Großbritannien und den USA im Zweiten Weltkrieg.

Zum Tee bei Prinz Charles und Herzogin Camilla

Am Nachmittag wurden Trump und seine Frau zum Tee bei Prinz Charles und dessen Frau, Herzogin Camilla, erwartet. Am Abend steht dann ein glanzvolles Staatsbankett auf dem Programm.

Trump hatte die amtierende britische Premierministerin May mit der Empfehlung düpiert, den Brexit-Befürworter Farage in die Verhandlungen mit Brüssel einzubeziehen. Dieser habe "eine Menge zu bieten". Am Freitag hatte der US-Präsident bereits Ex-Außenminister Johnson als künftigen Premierminister empfohlen: "Ich glaube, Boris würde eine sehr gute Arbeit machen."

Zudem beschimpfte Trump den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan. Im Anflug auf London beschimpfte er ihn als "Verlierer". Khan, der nach allem, was man höre, furchtbar schlechte Arbeit als Bürgermeister von London geleistet habe, sei auf törichte Weise "gemein" zu ihm gewesen, twitterte Trump.

Während des aktuellen Besuchs wird mit massiven Protesten gerechnet. Millionen Briten unterzeichneten eine Petition, um den Staatsbesuch zu verhindern. Vor Trump bekamen nur zwei US-Präsidenten eine Staatsvisite in Großbritannien: George W. Bush und Barack Obama.

Zu einer ungewöhnlichen Protestform griff der Brite Ollie Nancarrow. Nach Angaben der Zeitung "The Independent" mähte der 18-Jährige einen riesigen Penis auf eine Wiese in der Nähe des Flughafens Stansted, wo Trump gelandet war. Neben dem Mähbild waren die Worte "Oi Trump" zu lesen.

"Donald Trump und seine Leugnung des Klimawandels sind nicht willkommen und ich möchte, dass er sich darüber bewusst ist, wenn er hier ankommt", sagte Nancarrow der Zeitung zufolge.

fek/cop/AP/AFP

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