Kinderanrufe im Weißen Haus Trump klärt Siebenjährige über Weihnachtsmann auf

Es ist eine Weihnachtstradition, dass der US-Präsident Kinderfragen über den aktuellen Standort von Santa Claus beantwortet. Einem Mädchen gab Trump deutlich zu verstehen, was er vom Weihnachtsmann hält.
Donald Trump

Donald Trump

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US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania haben an Heiligabend beim Weihnachtsmannradar Anrufe von Kindern entgegengenommen. Dabei nehmen die beiden Telefonate von Kindern entgegen, die sich nach der aktuellen "Flugposition" des Weihnachtsmanns erkundigen. Eine Tradition in den USA - die für eine Siebenjährige mit einer klaren Ansage endete.

Den sogenannten Santa-Tracker gibt es bereits seit 1955. Trotz des Shutdowns der US-Regierung im Streit um die Finanzierung der von Trump geforderten Mauer an der Grenze zu Mexiko betrieben mehr als 1500 Freiwillige am Abend diesen Dienst des Nordamerikanischen Luft- und Weltraum-Verteidigungskommandos (Norad), mit dem der vermeintliche Flug von Santa Claus um die Welt auf Radarschirmen verfolgt wird.

Traditionell hilft die jeweilige Präsidentenfamilie bei der Annahme der vielen Anrufe. Der Flug des mit Geschenken beladenen Schlittens kann auch online verfolgt werden .

"Mit sieben Jahren ist das grenzwertig"

In einem Telefonat mit einer Siebenjährigen bezeichnete Trump den Glauben an "Santa Claus" in dem Alter als "grenzwertig". "Hallo, ist das Coleman? Fröhliche Weihnachten. Wie geht es dir? Wie alt bist du?" begann der Präsident den Plausch. Dann nahm das Gespräch eine ungewöhnliche Wendung: "Glaubst du noch an den Weihnachtsmann? Weil mit sieben Jahren ist das grenzwertig, richtig?" sagte Trump und begann zu lachen.

Einem anderen Kind wünschte er: "Habe ein tolles Weihnachten, und wir reden wieder miteinander. Okay?" Trotz der Haushaltssperre hatte das Luftverteidigungskommando klargestellt, dass die 63-jährige Tradition fortgeführt werde.

First Lady Melania wünschte einem Kind: "Ich hoffe, deine Träume werden wahr." Sie freute sich später über ein tolles Erlebnis. "Kindern im Land beim Verfolgen von Santa zu helfen, wird eine meiner Lieblingstraditionen", twitterte die Präsidentengattin.

Wegen des Shutdowns hat Trump seine geplante Reise in seinen Privatclub Mar-a-Lago in Florida verschieben müssen und ist im Weißen Haus geblieben.

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich war berichtet worden, der Präsident habe mit einem Jungen namens Coleman telefoniert. Am Telefon war aber das Mädchen Collman Lloyd aus Lexington im US-Staat South Carolina, wie Journalisten in den USA später herausfanden. Wir haben das in unserem Artikel korrigiert.

brt/dpa/AFP
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