Schwere Unwetter Drei Rettungskräfte bei Hubschrauberunfall in Südfrankreich gestorben

Die Besatzung der Maschine war auf dem Weg zu einem Einsatz, als sich das Unglück ereignete: Drei Mitglieder des französischen Zivilschutzes sind beim Absturz eines Helikopters ums Leben gekommen.

Warnschild in Nizza: "Höchste Warnstufe. Vermeiden Sie Reisen"
Eric Gaillard/ REUTERS

Warnschild in Nizza: "Höchste Warnstufe. Vermeiden Sie Reisen"


Im Einsatz wegen der schweren Unwetter in Südfrankreich sind in der Nacht auf Montag drei Einsatzkräfte des Zivilschutzes bei einem Hubschrauberabsturz zu Tode gekommen. Das Unglück habe sich gegen 1.30 Uhr in der Nähe von Marseille ereignet, teilte das Innenministerium mit.

Die drei Helfer seien auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz gewesen, hieß es weiter. Der Hubschrauber des Typs EC145 verlor den Angaben zufolge während eines Aufklärungs- und Rettungsfluges den Radio- und Radarkontakt. Nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner und seinem Staatssekretär Laurent Nuñez wurden die drei Rettungskräfte in der Nähe der Stadt Le Rove im Département Var gefunden.

In dem Département kamen am Sonntag zudem zwei weitere Mensch ums Leben. Ein Mann aus der Küstenstadt Fréjus an der Côte d'Azur sei vom Wasser mitgerissen und später tot aufgefunden worden, teilte die Präfektur von Var am Sonntag mit.

Bei dem Verstorbenen handele es sich um einen Pferdestallbesitzer, der auf seine Tiere aufpassen wollte, als ihn die Fluten mit sich rissen, teilte die Präfektur mit. Er sei gegen 21 Uhr als vermisst gemeldet geworden. Zwei Stunden später sei seine Leiche gefunden worden.

Im Dorf Saint-Paul-en-Forêt wurde den Angaben zufolge ein Schäfer in seinem Auto ebenfalls von den Fluten weggerissen. Seine Leiche wurde später 300 Meter weiter in seinem Auto gefunden.

Für rund 150 Gemeinden gilt noch immer der Notstand

Wegen schwerer Unwetterwarnungen galt am Sonntag in den Départements Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe. Besonders betroffen waren die Küstengebiete an der französischen Riviera und dort vor allem die beiden beliebten Urlaubsorte Saint-Tropez und Sainte-Maxime und ihre Umgebung. Der Zugverkehr in der Region wurde teilweise eingestellt.

Extreme Regenfälle hatten bereits vor einer Woche in den beiden Départements zu ungewöhnlich schweren Überschwemmungen geführt. Straßen verwandelten sich in Flüsse, Schienen wurden überflutet, Hunderte Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Sechs Menschen starben. Noch immer gilt für knapp 150 Gemeinden der Notstand.

jok/AFP



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