Drogenfund an der kalifornischen Küste Boot mit einer Tonne Marihuana gestrandet

Ein Schmugglerboot ist am berühmten Strand von Malibu im US-Bundesstaat Kalifornien gestrandet. Mit an Bord: rund eine Tonne Marihuana. "Da muss was schiefgelaufen sein", konstatiert ein Ermittler.

Drogenschmuggel in Malibu: "Sie taten, als seien sie Strandspaziergänger"
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Drogenschmuggel in Malibu: "Sie taten, als seien sie Strandspaziergänger"


Los Angeles - So hatten sich die Schmuggler das nicht vorgestellt: Ihr Boot strandete am Montagvormittag am legendären Malibu Beach. Genau dann, wenn Badegäste kommen. An Bord: eine riesige Ladung Marihuana, sorgfältig eingewickelt in Plastiktüten.

Wie der Nachrichtensender NBC berichtet, wurde das Boot in der Nähe eines beliebten Surfreviers an Land gespült. Wie viel Marihuana das Boot genau an Bord hatte, ist noch unklar. Ermittler schätzen, dass es rund eine Tonne war. Das Boot war randvoll beladen. "Mehr können diese sogenannten Panga-Boote nicht transportieren", sagte Sheriff Joseph Baclawski.

Dem Fernsehsender zufolge hatte die Küstenwache das gestrandete Boot bereits vom Meer aus gesichtet. Man habe dann versucht, mögliche Fluchtwege zu blockieren. Es habe nicht lange gedauert, bis die Einsatzkräfte einen Mann bemerkten, der sich im Gebüsch beim Bademeisterturm versteckt hielt. Ein paar Stunden später habe man zwei weitere Männer entdeckt, die ebenfalls im Gebüsch kauerten. "Als sie unsere Leute sahen, kamen sie raus und taten so, als seien sie gewöhnliche Strandspaziergänger. Aber sie wurden aufgehalten", sagte der leitende Ermittler James Royal.

In den vergangenen vier Jahren habe es viele Festnahmen von Drogenschmugglern entlang der Kalifornischen Küste gegeben, sagte Baclawski. Sehr oft seien die Panga-Boote bei den Schmugglern im Einsatz gewesen. Aber so ein Boot am helllichten Tag an so einem gut besuchten Strand zu finden, das sei schon etwas Besonderes gewesen, sagte der Sheriff.

"Normalerweise versuchen sie, abgeschiedene Strände zu erreichen und das vor allem nachts. Wenn sie am Tag irgendwo auflaufen, muss etwas schiefgelaufen sein." In diesem Fall wird ein Leck im Tank als Grund für die ungeplante Landung vermutet. Wahrscheinlich kamen die Schmuggler aus Mexiko. Jetzt drohen ihnen ein Strafverfahren und die Abschiebung.

Im September war ebenfalls fast eine Tonne Marihuana auf einem Boot in der Nähe von Arroyo Quernada Beach in Santa Barbara gefunden worden. Die Küstenwache nahm 18 Männer fest.

In den vergangenen zwei Jahren haben kalifornische Ermittler rund 1300 mutmaßliche Drogenschmuggler festgenommen und rund 200 Fahrzeuge gesichert, die im Zusammenhang mit Drogenschmuggel standen. Im selben Zeitraum wurden rund 61 Tonnen Drogen auf dem Weg von Mexiko nach Kalifornien beschlagnahmt.

som/Reuters

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