Tödlicher Ausflug Eisbär verirrt sich nach Island - erschossen

Im Norden Islands ist ein Eisbärenweibchen in der Nähe einer Siedlung aufgetaucht. Ein Jäger erlegte das Tier.

Eisbär in der Arktis
TMN/Ulf Mauder

Eisbär in der Arktis


Ein ausgewachsenes Eisbärweibchen hat sich am Wochenende nach Island verirrt. Gegen 22 Uhr am Samstag näherte sich das Tier bis auf wenige hundert Meter einer Siedlung nahe der nordisländischen Stadt Sauðárkrókur.

Ein Ehepaar entdeckte die Eisbärin während eines Ausritts nahe dem Ort Hvalnes und alarmierte die Polizei. Die gesetzlichen Vorgaben in einem Fall wie diesem sind in Island unmissverständlich: Das Tier stellt ein Sicherheitsrisiko dar und muss getötet werden.

Alle Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Wie die Nachrichtenwebsite "Island Monitor" berichtet, wurde ein Jäger beauftragt, das Tier zu erschießen. Aus einer Entfernung von 130 Metern erlegte er die Bärin demnach mit einem Schuss ins Herz, etwa zwei Stunden nachdem sie entdeckt worden war.

Der Zeitung "Morgunbladid" zufolge war es das fünfte Mal seit Beginn dieses Jahrtausends, dass ein Eisbär in Island aufgetaucht ist. Der Kadaver wird jetzt von den isländischen Behörden obduziert und soll später ausgestopft und in einem Museum ausgestellt werden.

ala/dpa



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