Autounfall mit zwei Toten Britische Polizei veröffentlicht Beifahrer-Video

Der Tacho zeigt mehr als 140 Sachen, der Beifahrer filmt die Raserei. Um andere davor zu warnen, hat die britische Polizei ein Video von der Fahrt in der Provinz veröffentlicht - es zeigt die letzten Momente im Leben der zwei jungen Männer.


Sie lachten und grölten, einen Moment später waren Kyle und sein Beifahrer Michael tot. Ihr roter Renault Clio krachte bei einer halsbrecherischen Autofahrt im April in eine Kirchenmauer. Die Polizei von Sussex hat den Film der Fahrt, den Michael vom Beifahrersitz aus drehte, nun veröffentlicht. Die Familien der beiden Männer hätten dies erlaubt, teilte die Polizei in der Grafschaft Sussex mit.

Bei ihrer folgenschweren Unfallfahrt waren die 20 und 21 Jahre alten Männer mit Geschwindigkeiten von mehr als 90 Meilen pro Stunde (über 140 Stundenkilometer) in und rund um das südenglische Städtchen Crowborough unterwegs. Beide waren an dem Abend berauscht. Die Polizei schreibt von einem "Cocktail verschriebener Arzneien und illegaler Drogen". Fahrtüchtig sei bei der Todesfahrt keiner der beiden mehr gewesen.

Video soll Menschen von Raserei und Drogen am Steuer abbringen

Zu dem Unfall sagte Michaels Mutter Kat dem Polizeibericht zufolge: "Wir erziehen unsere Kinder dazu, richtig und falsch zu unterscheiden. Aber sobald sie erwachsen sind, hoffen wir, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen."

"Ich weiß wirklich nicht, warum die beiden Jungen das getan haben. Aber ich mache ihnen Vorwürfe für die Entscheidung, die sie in der Nacht getroffen haben", sagte sie. An junge Menschen gerichtet fuhr sie fort: "Wenn dieses Video auch nur einen Menschen davon abbringt, den gleichen Fehler zu begehen, dann hat es etwas Gutes."

Kyles Bruder Zac sagte: "Das Filmmaterial hätte nie entstehen dürfen." Er hofft, dass andere Familien niemals das für sie bis dahin Undenkbare miterleben müssten.

Ein Polizeisprecher bedankte sich bei den Familien für die Freigabe des Videomaterials, das in Großbritannien für große Betroffenheit gesorgt hat - mehr als 3,2 Millionen Mal wurde der Clip bereits bei YouTube abgerufen. "Traurigerweise haben meine Beamten viel zu häufig mit solch dramatischen Unfällen zu tun", sagte er. Der Verlust zweier junger Leben sei besonders schockierend.

apr

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