Erfolglose Suche Giftige Spinne legt Real-Supermarkt lahm

Wo versteckt sich die Bananenspinne? Seitdem das vermutlich hochgiftige Tier am Freitag in einem Einkaufsmarkt im saarländischen Bexbach aus einer Früchtekiste sprang, fehlt von dem Achtbeiner jede Spur - das Geschäft musste auch am Samstag geschlossen bleiben.
Obst- und Gemüsetheke: Giftige Spinne sprang aus einer südamerikanischen Bananenkiste

Obst- und Gemüsetheke: Giftige Spinne sprang aus einer südamerikanischen Bananenkiste

Foto: DDP

Bexbach - Sie hat acht Beine, kann bis zu 13 Zentimeter groß sein, ist vermutlich hochgiftig und kam in einer Bananenkiste: Beim Auspacken der Früchte floh am Freitag eine große exotische Spinne und legt seitdem einen Einkaufsmarkt im saarländischen Bexbach lahm. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit" handele es sich um eine giftige Bananenspinne aus Südamerika, sagte ein Sprecher der Supermarktkette Real.

Der 5000 Quadratmeter große Markt samt einiger kleinerer Geschäfte wurde evakuiert und ist seitdem geschlossen - bis zum Samstagnachmittag blieb die Suche nach dem Tier erfolglos. Mehrere Experten seien vor Ort gewesen, um die Spinne aufzuspüren und laut dem Sprecher "unschädlich zu machen". Zur Not würden "alle Register" gezogen.

Das Tier habe sich vermutlich an einem dunklen, feuchten Ort versteckt. Es sei auch Gift ausgebracht worden. Es könne allerdings auch durchaus sein, dass die Spinne den Supermarkt längst verlassen habe, räumte der Sprecher ein. Bis es Entwarnung gibt, bleibt das Geschäft in Abstimmung mit den Behörden geschlossen.

Nach Angaben von Direktors des Neunkirchener Zoos, Norbert Fritsch, ist das Risiko nicht zu unterschätzen, sollte es sich tatsächlich um eine Bananenspinne handeln: Ein Biss könne auch für einen gesunden erwachsenen Menschen lebensbedrohlich sein.

lgr/dpa/dapd
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