Katholische Kirche Externe Prüfer untersuchen Aufträge des Erzbistums Köln in Millionenhöhe

Kardinal Woelki hat 2,8 Millionen Euro ausgegeben, um sexuellen Missbrauch im Bistum Köln aufzuarbeiten. Nun soll geprüft werden, ob die Auftragsvergabe der vergangenen zehn Jahre kirchenrechtskonform war.
Kardinal Rainer Maria Woelki befindet sich derzeit in einer Auszeit

Kardinal Rainer Maria Woelki befindet sich derzeit in einer Auszeit

Foto: Christoph Hardt / imago images/Future Image

Anfang des Monats war bekannt geworden, dass Kardinal Rainer Maria Woelki für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs rund 2,8 Millionen Euro ausgegeben hatte. Davon entfielen allein 820.000 Euro auf PR-Beratung. Nun sollen externe Prüfer die Auftragsvergaben im Erzbistum Köln aus den vergangenen zehn Jahren untersuchen. Es solle geklärt werden, ob es zu kirchenrechtlichen Versäumnissen gekommen sei, teilte das Erzbistum mit .

Woelki, der in seinem eigenen Erzbistum äußerst umstritten ist, befindet sich derzeit in einer Auszeit. Sein Vertreter, Weihbischof Rudolf Steinhäuser, hatte mitgeteilt, dass in der Vergangenheit Aufträge womöglich nicht kirchenrechtskonform vergeben worden seien.

Geprüft werden sollen auch Aufträge für die Beschaffung von Möbeln und Informationstechnik. Finanzielle Schäden seien nach bisherigen Erkenntnissen nicht entstanden, teilte das Erzbistum mit.

kim/dpa
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