Wetter zum Wochenbeginn Es bleibt heiß - und wird auch noch schwül

Zum Wochenstart fährt Hoch "Emil" Deutschland auf bis zu 37 Grad Celsius hoch. In den nächsten Tagen soll es so weitergehen, doch vielerorts drohen auch Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel.
Gewitter über Berlin: Viele zog es an Strände, Seen und Flüsse

Gewitter über Berlin: Viele zog es an Strände, Seen und Flüsse

Foto: Paul Zinken/ dpa

Die Hitzewelle geht in die Verlängerung: In den kommenden Tagen und auch über die Wochenmitte hinaus ist in Deutschland weiter Schwitzen angesagt. Hoch "Emil" breitet sich über Nordeuropa aus und sorgt dafür, dass atlantische Tiefausläufer nicht nach Deutschland gelangen, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) berichtete. Vor allem in der Mitte und im Süden des Landes wird demnach auch die Luft deutlich feuchter.

In dem zunehmend schwülen Wetter bei Temperaturen bis zu 37 Grad seien teils unwetterartige Gewitter mit Starkregen, unter Umständen auch Hagel und Sturmböen bis zu 85 Kilometer pro Stunde zu erwarten. Nur der äußerste Norden und Süden Deutschlands seien davon ausgenommen, hieß es. Auch am Dienstag und Mittwoch klettern die Temperaturen den Meteorologen zufolge auf über 30 Grad, es bleibt aber größtenteils trocken.

38,6 Grad in Trier gemessen

Am Wochenende hatten am bislang heißesten Tag des Jahres zahlreiche Menschen Abkühlung am Wasser gesucht. Die Strände an Nord- und Ostsee waren ebenso voll wie die Seeufer. Die höchste Temperatur wurde in Rheinland-Pfalz gemessen: 38,6 Grad waren es in Trier - so viel, wie nirgends sonst im bisherigen Jahr.

Für mindestens fünf Menschen in Deutschland endete der sommerliche Badespaß tödlich. Zwei starben in Baden-Württemberg. Am Waldmattensee in Lahr kam eine 19 Jahre alte Nichtschwimmerin ums Leben. Aus einem See in St. Leon-Rot wurde ein 52-Jähriger leblos geborgen. Die genauen Umstände der Unglücke waren zunächst unklar. Auch in Nordrhein-Westfalen kam es am Wochenende an Gewässern zu mehreren Badeunfällen mit mindestens drei Toten.

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Gewitter bringen nur wenig Abkühlung

Die erwarteten Hitzegewitter, die auch am Sonntag bereits an einigen Orten niedergingen, tragen den Meteorologen zufolge dagegen nur wenig zur Abkühlung bei. Zum einen seien sie örtlich sehr stark begrenzt, zum anderen fühlten sich die hohen Temperaturen, die auch nachts häufig nicht unter 20 Grad fallen, nochmals wärmer an. Es gelten weiter Hitzewarnungen.

In der niedersächsischen Gemeinde Lauenau führte die Hitze zu Wasserknappheit. Dort war das Wasser nach den warmen und trockenen Tagen ausgegangen. "Sonst sind die Menschen in der Sommerzeit verreist und jetzt sind sie zu Hause", sagte Georg Hudalla, der Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau gehört. Daher sei der Wasserverbrauch stark gestiegen. Bereits am Samstagnachmittag hätten die Menschen in Lauenau auf die Wasserknappheit reagiert, der Verbrauch sei um zwei Drittel gesunken. Am Sonntag hatte sich die Lage etwas entspannt.

apr/dpa
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