Rekordgewinn Finne knackt Eurojackpot mit 57,3 Millionen

Elfmal in Folge wurde der Eurojackpot nicht ausgeschüttet - jetzt geht die Rekordsumme von 57,3 Millionen Euro nach Finnland. Auch fünf Deutsche hätten fast alle Zahlen richtig gehabt.

Ziehungsgerät des Eurojackpots: Nur die zweite Zusatzzahl fehlte
DPA / Sanna Liimatainen, Lotto Hessen

Ziehungsgerät des Eurojackpots: Nur die zweite Zusatzzahl fehlte


Münster - Alles richtig gemacht: Ein Glücksspiel-Tipper aus Finnland hat den Eurojackpot mit mehr als 57 Millionen Euro geknackt, wie Westlotto in Münster mitteilte. Die Zahlen 10, 16, 28, 30 und 33 sowie die beiden Zusatzzahlen 4 und 6 haben dem Tipper den enormen Gewinn gebracht. Die Wahrscheinlichkeit, den Eurojackpot zu knacken, liegt bei etwa 1 zu 59 Millionen.

Fünf Teilnehmer aus Deutschland, je zwei aus Baden-Württemberg und Bayern und ein Spieler aus Sachsen, konnten sich ebenfalls kurz Hoffnungen auf den Millionen-Jackpot machen - sie lagen mit ihren Tipps nur knapp daneben. Ihnen fehlte jedoch die zweite richtige Zusatzzahl. Sie bekommen immerhin noch 230.000 Euro.

Elfmal in Folge war der Eurojackpot in den vergangenen Wochen nicht geknackt worden. In der Lotterie mit Teilnehmern aus 14 europäischen Ländern waren am Abend in Helsinki die Zahlen gezogen worden. Ausgeschüttet wurden 57,3 Millionen Euro - so viel wie nie zuvor. Der Rekordgewinn für einen deutschen Tipper liegt damit weiterhin bei 46,1 Millionen Euro. Im April 2013 hatte ein Spieler aus Hessen alle Zahlen richtig getippt.

vks/dpa



insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Affenhirn 05.04.2014
1. Schwach geworden?
Na sowas, da wird in Finnland gezogen - und die 57 Mio. Gehen ausgerechnet nach Finnland? Honi soit qui mal y pense ...
stanleybi 05.04.2014
2. Jackpot der Gier und Unvernunft
Jackpotgewinne die ins unermessliche driften und den Gewinnern in Folge offenbar eben nicht das Grosse Glueck verheisst, weil die Gewinner solcher Summen oftmals ueberfordert sind. Wie dumm, denn da wird mit extraorbitanten Summen geworben, die noch mehr Gluecksritter und -spieler in den Bann ziehen. Die Praevention wird damit ad absurdum gefuehrt. Die Zahl derer, die ihr Glueck versuchen wollen steigt. Zugleich sinkt damit aber nicht nur die Zahl der "Gluecklichen" sondern auch die Gewinner in den unteren Gewinnklassen muessen "Federn" lassen, bekommen weniger. Das ist paradox im Sinne der Praevention. Sensation, Sensation, da gewinnt eine/einer 40 Millionen, die will ich auch! Dabei wird eine einzige Million als Hoechstgewinnsumme offenbar weniger reizvoll angesehen als eine Million, die ja wohl bei weitem fuer ein sorgloses Leben (einer Person oder Familie) in finanzieller Hinsicht sorgen kann. Auch das ist paradox, weil die Warscheinlichkeit eines Hauptgewinns fuer den Einzelnen ins unermessliche sinkt, wird noch mehr zu einem Spiel der Illusionen, ein Spiel mit den Tagtraeumen der Sorglosigkeit. Primaer geht es also um das Grundbeduerfnis des Gluecksspiels, welches sich kaum negieren laesst. Die Suchtpraevention mag ein gutes Argument sein, verfehlt aber ihr Ziel und ist demnach kein gutes Argument, da in diesem Sinn nicht plausibel. Geht man aber davon aus, dass das Gluecksspiel wie auch z.B. der Drogenkonsum aus der Historie her betrachtet als ein Grundbeduerfnis angesehen werden kann, so hat der Staat die Aufgabe durch Aufklaerung und Statements auf Folgen und Risiken hinzuweisen. Das macht glaubwurdig und wirkt am besten - dann haben wir den muendigen Buerger. Der muendige Buerger aber kann fuer sich selbst entscheiden, wird empfaenglicher fuer Aufklaerung und Vernunft. Die Drogenpolitik musste hier als Beispiel herhalten, da sie uns gezeigt hat: Verbote koennen eben auch viel Aufwand und gar Schaden erzeugen, so das der Nutzen kaum noch erkennbar ist, weil der Sinn bzw. Zweck dieser Verbote unerreichbar ist und keine Entsprechung in der Realitaet findet.
macping 05.04.2014
3. Lotterie nur für einen
Der Einfachheit halber könnte die Gewinnausschüttung (50% der Einsätze) gleich nur an den/die Tipper mit allen Richtigen gehen. Um eine "perverse" Jackpothöhe zu erreichen wird sogar ein Boosterfonds mit 22% der Gewinnausschüttung gefüttert. Bei der gestrigen Ziehung hat ein Tip (Spieler) fast das Fünffache dessen gewonnen, was die Pechvögel, die nicht alle Zahlen richtig hatten, zusammen bekommen. Und das waren fast 1,1 Millionen Tips. Schätze so 200 - 250 Tsd. Spieler. Absolut schräg.
arch.aisch 05.04.2014
4. Wahrscheinlichkeit
Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit, den Eurojackpot als Finne bei einer Ziehung in Helsinki zu knacken? Bei 500 Mio? Übrigens: Wir haben es hier mit einer Variante der Logik unseres Finanzsystems zu tun. Sie zeigt wunderbar, wie hirnrissig die Masse reagiert und damit überhaupt das System ermöglicht. (Geldwert ist nichts ohne den Glauben daran...): Natürlich wäre es sehr viel sinnvoller, die Gewinne einer Lotterie mit einem etwas modifizierten Schlüssel zu verteilen. Aber die nachweisbare Logik des Systems sieht so aus, dass umso mehr Teilnehmer generiert werden, umso höher der Jackpot ausfällt. Die Lottogesellschaft wäre also in ihrem wirtschaftlichen Interesse schlecht beraten, wenn sie den Jackpot deckeln würde. Und die Wanderung der Lemminge lässt sich mit absoluter Sicherheit vorausberechnen.
sport.72 05.04.2014
5. Stimmt nicht ganz..
Der Gewinn ging an 10 Finnen die sich an einem Kiosk vorausgedruckte System-Anteile aus einer Vitriene gefischt haben. Der Rekordgewinn für einen Tipper geht also weiterhin an "uns" :-) Trotzdem, alles Gute den 10 Glücklichen!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.