Feuer im Maschinenraum Hunderte Menschen von Kreuzfahrtschiff gerettet

Mit Helikoptern und Booten sind Hunderte Menschen von einem französischen Kreuzfahrtschiff im Südatlantik gerettet worden. An Bord brannte es, über der See stürmte es. Britische Soldaten brachten die Urlauber schließlich in Sicherheit.

DPA/ British Ministry of Defence

347 Menschen sind von einem in Seenot geratenen französischen Kreuzfahrtschiff im Südatlantik gerettet worden. Im Maschinenraum des Luxusschiffes "Le Boréal" war zuvor ein Feuer ausgebrochen, wie unter anderem der "Telegraph" schreibt.

Das Schiff der Reederei Ponant verlor wegen der Flammen seinen Antrieb und driftete bei stürmischem Wetter unkontrolliert vor den zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln. Dort stationierte britische Soldaten retteten die Kreuzfahrtpassagiere. Mehrere Schlepper, das Patrouillenboot HMS "Clyde" sowie zwei "Sea King"-Helikopter und Flugzeuge waren laut britischem Verteidigungsministerium im Einsatz.

Den Angaben zufolge bestand die Gefahr, dass die 2010 getaufte "Boréal" bei Cape Dolphin auf Grund läuft. 79 Menschen seien deshalb per Seilwinde in Sicherheit gebracht worden - von Bord des 10.000-Tonnen-Schiffs und von zwei Rettungsinseln aus den Wellen. Rund 200 Menschen nahm die "Clyde" auf. Auch zivile Einheiten beteiligten sich an der Rettung - darunter das "Boréal"-Schwesterschiff "L'Austral", das ebenfalls in der Gegend kreuzte, wie "USA Today" unter Berufung auf die Reederei schreibt.

Auf dem Militärstützpunkt Mount Pleasant wurden die Menschen mit Kleidung und Essen versorgt. Von den Falklandinseln aus sollen sie laut "USA Today" nun ihre Heimreise antreten, verletzt wurde niemand. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, die Soldaten hätten "viele Leben gerettet und dazu beigetragen, dass sich keine Tragödie entwickelt."

Zwei Schlepper brachten das für Antarktis-Fahrten ausgelegte Schiff in einen Hafen auf den Falklandinseln. Planmäßig war das Schiff nach Südgeorgien unterwegs, wie es auf der Internetseite cruisetricks.de heißt.

apr

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