Feuergefahr Zahl der Waldbrände in Deutschland deutlich gestiegen

In Deutschland brannten im Extremwetterjahr 2018 laut einem Zeitungsbericht viermal so viele Wälder wie im Vorjahr. Die meisten Feuer brachen im Osten aus.
Ein Feuerwehrmann bekämpft einen Waldbrand bei Beelitz in Brandenburg (Archivbild).

Ein Feuerwehrmann bekämpft einen Waldbrand bei Beelitz in Brandenburg (Archivbild).

Foto: Ralf Hirschberger/ DPA

In deutschen Wäldern hat es im extremen Wetterjahr 2018 einem Medienbericht zufolge mehr als 1700 Mal gebrannt - viermal so häufig wie im Vorjahr. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach zerstörten die Feuer mehr als 2300 Hektar Wald - fast sechsmal so viel wie im Jahr zuvor.

Im Osten Deutschlands musste die Feuerwehr wesentlich häufiger ausrücken als im Westen: Allein in Brandenburg wurden 512 Brände gemeldet - deutschlandweit am meisten. Es folgten Sachsen mit rund 200 Bränden und Sachsen-Anhalt mit 180.

"Die Zahl der Waldbrände nimmt zu. Deutschland ist nur schlecht auf die kommenden Herausforderungen durch Waldbrände vorbereitet", wird der FDP-Politiker Karlheinz Busen zitiert. "Brandbekämpfung ist Aufgabe von Kommunen, die können aber keine Löschhubschrauber und Löschflugzeuge anschaffen."

Das Ausstattungskonzept zwischen Bund und Ländern müsse reformiert werden, fordert Busen." Bund und Länder müssten deutlich mehr in Löschfahrzeugwege und Feuerlöschteiche im Wald investieren. Obwohl es in Brandenburg die meisten Brände gegeben habe, stünden dort "verhältnismäßig sehr wenige Löschfahrzeuge zur Verfügung".

sop/dpa/AFP
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