"Es ist Zeit, zu kämpfen!" Klimaaktivisten besetzen roten Teppich in Venedig

"Vom Klima-Camp geht heute ein Weckruf aus": Kurz vorm Höhepunkt der Filmfestspiele in Venedig haben dort Hunderte Demonstranten den roten Teppich besetzt. Kreuzfahrtschiffgegner schlossen sich den Protesten an.

Piroschka van de Wouw/ REUTERS

Wenige Stunden vor Bekanntgabe der Gewinner der 76. Filmfestspiele in Venedig haben Hunderte Klimaaktivisten am frühen Morgen den roten Teppich vor dem Filmpalast in der Lagunenstadt besetzt.

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Protestaktion in Venedig: "Die Erde brennt"

Die mehr als 300 Demonstranten trugen weiße Overalls und hielten Banner hoch. "Die Erde brennt, es ist Zeit, zu kämpfen", schrieben die Organisatoren von Globalproject auf ihrer Facebook-Seite: "Vom Klima-Camp in Venedig geht heute ein Weckruf aus!" Auch Gegner großer Kreuzfahrtschiffe in Venedig schlossen sich den Protesten an, die vor dem Morgengrauen begannen.

Auf dem roten Teppich vor dem Palazzo del Cinema di Venezia posieren für gewöhnlich die Filmstars. In dem mondänen Gebäude auf dem Lido gehen am Abend die Filmfestspiele mit der Vergabe des Goldenen Löwen für den besten Film und anderer Auszeichnungen zu Ende.

Zu den Favoriten für den Goldenen Löwen gehören unter anderem Roman Polanskis "J'accuse", Pablo Larrains "Ema" und Steven Soderberghs "The Laundromat (Die Geldwäscherei)". Hier erfahren Sie mehr über die diesjährigen Filmfestspiele.

mxw/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
ontwoone 07.09.2019
1. Zeit inne zu halten
Bedenken wir doch einmal die Ökobilanz der vielen Film-, Fernseh- und Musikprodktionen. Ist uns eigentlich klar, wieviele Filme, Sendungen und Shows bereits vorhanden sind, die wir bis zum Tode niemals alle anschauen könnten. Stoppen wir doch mal die Neuproduktion und schauen und hören wir erst mal durch, was bereits vorhanden ist. Mal im Ernst, während der Planet und viele Lebewesen auf ihm leiden, werden Unnötiges und ständig neue Filme erschaffen.
Das Pferd 07.09.2019
2.
Zitat von ontwooneBedenken wir doch einmal die Ökobilanz der vielen Film-, Fernseh- und Musikprodktionen. Ist uns eigentlich klar, wieviele Filme, Sendungen und Shows bereits vorhanden sind, die wir bis zum Tode niemals alle anschauen könnten. Stoppen wir doch mal die Neuproduktion und schauen und hören wir erst mal durch, was bereits vorhanden ist. Mal im Ernst, während der Planet und viele Lebewesen auf ihm leiden, werden Unnötiges und ständig neue Filme erschaffen.
und wer soll so was durchsetzen? Das können Sie auf Wissenschaft, Medizin, Literatur, Technik, Staat.... ausdehnen. Solche Tendenzen gab es, im alten China der Verzicht auf Seefahrt im globalen Stil oder im alten Ägypten, das auch über lange Zeit wenig Entwicklung brauchte. Aber nicht in einer vernetzten Welt.
Das Pferd 07.09.2019
3.
mich stören die weissen Overalls. Ich weiß nicht, wie deren Ökobilanz im Detail aussieht, aber sie erzeugen als Wegwerfprodukt bei mir ein sehr ungutes Gefühl.
heiko1977 08.09.2019
4.
Zitat von Das Pferdund wer soll so was durchsetzen? Das können Sie auf Wissenschaft, Medizin, Literatur, Technik, Staat.... ausdehnen. Solche Tendenzen gab es, im alten China der Verzicht auf Seefahrt im globalen Stil oder im alten Ägypten, das auch über lange Zeit wenig Entwicklung brauchte. Aber nicht in einer vernetzten Welt.
Akso es gibt schon einen Unterschied zwischen einer Fernsehsendung oder Film und Medizin, Literatur, Technik, Staat... Und niemand kann doch wohl ernsthaft bestreiten, dass man z.B. ein Fernsehformat ala DSDS, GNTM von Heidi Klum, Dschungel Camp usw. nicht ernsthaft braucht. Es ist noch nicht einmal Trash. Wenn wir nun darüber nachdenken würden solche Formate zu verbannen, dann tut dies niemandem weh (mit Ausnahme den Machern dieser Formate) und die Umwelt wird es auch danken.
Gagoze 08.09.2019
5. @1
Die Filmbranche tut wie jede andre auch gut daran, auf Nachhaltigkeit zu achten. Dennoch denke ich nicht, dass die Gesellschaft gerade bei Kultur anfangen sollte den rotgrün Stift anzusetzen.
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