Nach verzögerter Evakuierung Weltkriegsbombe in Frankfurt entschärft

16.500 Menschen mussten ihre Wohnung räumen, die Evakuierung dauerte jedoch länger als geplant. Nun ist der Blindgänger in Frankfurt entschärft worden.

Boris Roessler/dpa

Eine 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Frankfurt entschärft worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes haben die beiden Zünder unschädlich gemacht. Die Sperrungen seien aufgehoben, die Bewohner dürften nun wieder in ihre Häuser zurück, teilte die Polizei mit.

Zuvor hatte die Polizei die Sperrzone rund um den Fundort nahe der Europäischen Zentralbank noch einmal abgesucht. Rund 16.500 Menschen hatten am Vormittag ihre Wohnungen verlassen müssen.

Noch kurz zuvor waren in der Sperrzone allerdings Jogger und Radfahrer unterwegs, aus Hotels im Evakuierungsbereich checkten die letzten Gäste aus.

Zur Kontrolle überprüfte die Polizei rund 1000 Hausnummern. Vor der Freigabe überflog auch ein mit einer Wärmebildkamera ausgestatteter Helikopter das Gebiet.

Obwohl es der Polizei zufolge keine Probleme bei der Räumung gab, dauerte diese länger als geplant. Die eigentliche Entschärfung sollte deshalb später beginnen.

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Bombenentschärfung in Frankfurt: 16.500 Menschen dürfen zurück in ihre Häuser

Auch auf den Verkehr wirkte sich die Entschärfung aus. Fernzüge und S-Bahnen wurden umgeleitet oder fuhren Stationen in der Sperrzone nicht an. Auch die Schifffahrt auf dem Main sollte zeitweise gestoppt werden. Für die Zeit der Entschärfung plante die Flugsicherung, den Luftraum über Frankfurt vorübergehend zu sperren.

cop/dpa



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