Bombenentschärfung in Frankfurt Erste Patienten aus Sperrzone gebracht

In der Nähe der Europäischen Zentralbank in Frankfurt soll am Sonntag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. 16.500 Menschen müssen das Gebiet verlassen. Auch Komapatienten werden verlegt.

Boris Roessler/ DPA

In Frankfurt haben die Vorbereitungen für die Entschärfung einer 500 Kilo schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Laut Feuerwehr wurden die ersten Bewohner aus einem Pflegeheim verlegt, das in dem geplanten Evakuierungsgebiet liegt.

Demnach brachten Helfer unter anderem 25 Wachkomapatienten in andere Heime und Krankenhäuser. "Die Verlegung ist problemlos angelaufen", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die übrigen rund 16.500 Anwohner in der Sperrzone müssen ihre Wohnungen bis Sonntagmorgen um 8 Uhr verlassen. Die eigentliche Entschärfung soll am Sonntagmittag beginnen.

Der Blindgänger war bei Bauarbeiten in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB) gefunden worden. Da die Bombe aber an ihrem Fundort stabil lag, musste sie nicht unmittelbar nach ihrer Entdeckung entschärft werden.

Für Anwohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, wird eine Betreuungsstelle eingerichtet. Außerdem erhalten sie freien Eintritt in die Städtischen Museen und in den Palmengarten. Der Zoo selbst bleibt am Sonntag geschlossen.

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Bombenentschärfung in Frankfurt: 16.500 Menschen müssen ihre Häuser verlassen

In der Sperrzone liegen unter anderem die EZB, die Osthafenbrücke, der Ostbahnhof sowie zwei S-Bahnhöfe und die Trassen der nord- und südmainischen Eisenbahn. Auch ein Polizeirevier muss geräumt werden.

Die Feuerwehr riet allen, die von der Evakuierung betroffen sind, wichtige persönliche Dokumente wie Personalausweis, Führerschein oder medizinische Unterlagen mitzunehmen. Auch notwendige Medikamente sollten unbedingt eingepackt werden.

Haustiere könnten der Feuerwehr zufolge dagegen in den Wohnungen bleiben. Es solle aber auf jeden Fall sichergestellt werden, dass sie auch dann genug Futter und Wasser haben, falls sich die Rückkehr ihrer Besitzer verzögern sollte.

cop/dpa



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