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153,8 Meter hoch Französischer "Spiderman" erklimmt Frankfurter Wolkenkratzer

Der Extremkletterer Alain Robert hat ein Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel bestiegen. Bei seinem spektakulären Abstieg an der Fassade wartete die Polizei auf ihn.

Alain Robert wurde bereits in mehreren Städten weltweit festgenommen. Trotzdem unternimmt der Extremkletterer immer wieder waghalsige Aufstiege. Nun hat der 57-jährige Franzose in Frankfurt am Main den 153,8 Meter hohen Wolkenkratzer Skyper erklommen.

Der Freikletterer erreichte wohlbehalten das Dach des Gebäudes im Bankenviertel und kletterte dann wieder herunter. Zu den bekanntesten Aktionen des unter dem Spitznamen "Spiderman" bekannten Mannes zählen in jüngerer Zeit die Bezwingung eines Hochhauses in Hongkong. Dort hatte er an der Fassade auch ein "Friedensbanner" entrollt. Zu Beginn des Jahres hatte Robert einen Ausflug auf eines der höchsten Gebäude der philippinischen Hauptstadt Manila gewagt.

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Extremkletterer Alain Robert: Hoch hinaus

Foto: REUTERS/Ralph Orlowski

Robert war in jungen Jahren zweimal schwer verunglückt, Ärzte hatten eine 66-prozentige Behinderung diagnostiziert und vorausgesagt, dass er nie wieder klettern können werde. Seither bestieg er weltweit Dutzende Wolkenkratzer. Zu den bekanntesten gehören der Eiffelturm in Paris, das Empire State Building in New York und der 508 Meter hohe Wolkenkratzer Taipei 101.

Nach seiner waghalsigen Bezwingung des Frankfurter Wolkenkratzers wurde Robert von Polizisten empfangen und zunächst in Gewahrsam genommen. Bei der Kletteraktion handle es sich um eine Ordnungswidrigkeit, teilte die Polizei mit. Außerdem werde geprüft, ob sich der Kletterer wegen Hausfriedensbruchs verantworten müsse.

Das Gebäude blieb ersten Erkenntnissen zufolge unbeschädigt. Laut Zeugen brauchte Robert, der mit seiner Kletterei auch im Guinness-Buch der Rekorde steht, etwa 20 Minuten für den Aufstieg.

apr/AFP/dpa
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