Frankreich Ehepaar hält 64 Hunde in zwei Zimmern

Tierisch eng: Zwei Rentner haben in ihrem Haus im südfranzösischen Castelmoron-sur-Lot mit 64 Hunden zusammengelebt. Jetzt holte die Polizei die meisten Tiere ab - sie hatten mehrere hundert Hühner des Nachbarn gerissen.


Paris - Zwei Zimmer, zwei Menschen und 64 Vierbeiner: Die Behörden brauchten drei Lastwagen, um die Tiere aus dem Haus im Südwesten des Landes abzutransportieren, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtet. "Das ist ein absoluter Rekord", sagte ein Tierschützer dem Blatt.

Beim Großteil handelte es sich demnach nicht um kleine Haushunde, sondern um Cockerspaniel, die üblicherweise zur Jagd abgerichtet werden. Ein Nachbar hatte die Behörden informiert. Die Tiere hätten bei ihm schon "mehrere hundert Hühner" getötet, sagte der Bauer aus der Ortschaft Castlemoron-sur-Lot der Zeitung. Er habe jedoch nicht geahnt, dass seine Nachbarn derart viele Hunde hielten.

"Als wir in das Haus wollten, haben alle Hunde angefangen zu bellen. Es war eine beeindruckende Meute", sagte ein Kommunalbeamter, der den Einsatz von Polizei und Tierärzten begleitete.

Die Tiere seien offenbar nicht misshandelt worden, hieß es in dem Bericht. Nach französischem Recht sind höchstens neun Hunde pro Haushalt erlaubt. 55 seien deshalb in ein Tierheim gebracht worden.

"Die Frau war sehr traurig, wie jemand, dem man seine Kinder wegnimmt", sagte der Jäger Daniel Fargue. Sie habe schließlich schweren Herzens die neun Hunde ausgewählt, die sie behalten durfte.

bog/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.