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22. November 2016, 23:14 Uhr

Rouen

Franzose findet Goldschatz in geerbtem Haus

Unter Möbeln, Wäschestapeln, im Badezimmer: Als ein Mann sein geerbtes Haus in Nordfrankreich ausräumte, fand er kiloweise Gold im Wert von 3,5 Millionen Euro. Darüber freut sich nun auch der Fiskus.

Es kann schon aufwendig sein, das Haus eines verstorbenen Familienmitglieds auszuräumen. Für einen Franzosen aus der Gemeinde Èvreux nahe Rouen hat sich dabei erst das wahre Erbe offenbart: An mehreren Stellen versteckt fand der Mann insgesamt 100 Kilogramm Gold mit einem Wert von 3,5 Millionen Euro.

"Es war extrem gut versteckt, unter Möbeln, Wäschestapeln, im Badezimmer - also überall", sagte der Auktionator Nicolas Fierfort, der das Gold später für den Erben versteigerte. Er selbst habe nichts gesehen, als er durch das Haus gegangen sei, um den Wert der Möbel zu schätzen. Es habe 5000 Goldstücke, zwei Barren mit einem Gewicht von zwölf Kilo und 37 einen Kilo schwere Barren gegeben, sagte der Verantwortliche des Auktionshauses.

Die Lokalzeitung "La Dépêche" schrieb, das Gold sei unter anderem in einer Blechschachtel versteckt gewesen, die unter einem Möbelstück festgeschraubt war, und in einem Whiskyflaschen-Karton. Das Gold war in den Fünfziger- und Sechzigerjahren legal erworben worden, es wurden alle Echtheitszertifikate gefunden.

Über den gefundenen Goldschatz dürfte sich nicht nur der Erbe, dessen Identität geheim blieb, gefreut haben. Auch der französische Fiskus kann sich die Hände reiben: Auf die beim Verkauf erzielten 3,5 Millionen Euro werden 45 Prozent Erbschaftsteuer fällig.

kry/AFP

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