Teil von Brücke abgefallen Landeskriminalamt ermittelt nach tödlichem Zugunglück nahe Freiburg

Weil ein Teil einer Brücke in Auggen im Breisgau laut Polizei herunterfiel, starb ein Lokführer bei einem Zugunglück. Nun schaltet sich das Landeskriminalamt in die Ermittlungen ein.
Unglücksstelle in Auggen: 60 Kräfte der Landespolizei waren vor Ort. Zudem waren Beamte der Bundespolizei und Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz

Unglücksstelle in Auggen: 60 Kräfte der Landespolizei waren vor Ort. Zudem waren Beamte der Bundespolizei und Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz

Foto: Patrick Seeger/ dpa

Nachdem bei einem Zugunglück in Auggen in der Nähe von Freiburg ein Lokführer starb, hat die Polizei ihre Ermittlungen fortgesetzt. Die Kriminalpolizei habe noch am Donnerstagabend den Ort begutachtet, teilte ein Sprecher der Freiburger Polizei mit. Polizeikräfte seien aktuell vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern.

Auch das Landeskriminalamt wird den Unfallort näher untersuchen. Die Ermittlungen würden voraussichtlich den gesamten Tag in Anspruch nehmen, sagte der Sprecher.

Nach bisherigen Erkenntnissen war am Donnerstagabend ein Betonteil von einer Brücke in den Gleisbereich auf der Rheintalstrecke gestürzt. Der Zug, der Richtung in Italien fuhr, war damit kollidiert und daraufhin teilweise entgleist. Der 51 Jahre alte Lokführer kam ums Leben, mehrere weitere Menschen erlitten Verletzungen. Wie der Polizeisprecher sagte, kamen zwei Lastwagenfahrer ins Krankenhaus.

Die Brücke, von der die Betonplatte herabstürzte, stand kurz vor dem Abriss. Vorarbeiten hatte es bereits gegeben, wie die Polizeisprecherin sagte. Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, dass die Brücke im Zuge des Ausbaus der Rheintal-Bahnstrecke am Wochenende abgerissen werden sollte. Zunächst hatte die Polizei lediglich mitgeteilt , dass die Brücke sich im Bau befinde.

Die Deutsche Bahn teilte auf Twitter mit, die Strecke zwischen Freiburg und Basel werde voraussichtlich bis Montagvormittag gesperrt bleiben. Ein Busersatzverkehr werde eingerichtet.

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Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, sagte: "Unsere Gedanken sind jetzt bei dem verunglückten Lokführer und seinen Angehörigen. Den Verletzten wünschen wir schnelle Genesung." Selbstverständlich unterstütze die Deutsche Bahn die Behörden bei der Ermittlung der Unfallursache, hieß es.

sen/dpa/AFP
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