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06. Juni 2016, 19:06 Uhr

Star-Geiger

David Garrett wehrt sich gegen Gewalt-Sex-Vorwürfe

Die Pornodarstellerin Kendall Karson erhebt schwere Vorwürfe gegen Star-Geiger David Garrett. Der Musiker fühlt sich erpresst - und erzählt in einem Interview Details über seine Beziehung zu der 28-Jährigen.

Der deutsche Musiker David Garrett hat sich gegen Missbrauchsvorwürfe der US-amerikanischen Pornodarstellerin Kendall Karson verteidigt. Die 28-Jährige, mit bürgerlichem Namen Ashley Youdan, hatte ihm laut "New York Post" vorgeworfen, er sei gewalttätig geworden und habe abseitige Sex-Praktiken von ihr verlangt. Sie soll ihn demnach bereits auf zwölf Millionen Dollar Schadensersatz verklagt haben.

Garrett, der mit Alben wie "Legacy" oder "Explosive" Weltruhm erlangte, spricht nun in einem Interview über seine Beziehung mit der Pornodarstellerin. "Ashley und ich, wir waren seit Oktober 2014 zusammen, sie wohnte in meinem Apartment in New York, wo wir oft gemeinsam lebten, wenn ich in der Stadt war. Im Februar 2016 habe ich mich von ihr getrennt", sagte der Musiker der Zeitung "Die Welt".

An den Vorwürfen gegen ihn sei nichts dran. "Das ist nicht wahr, einfach gelogen. Das läuft auf eine Erpressung hinaus. Ich frage mich derzeit ständig: Was ist das für eine Frau, in die ich so verliebt war?!", sagte der 35-Jährige in dem Interview. "Ich habe in meinem Leben noch nie eine Frau geschlagen - übrigens auch keinen Mann."

Die "New York Post" zitiert dagegen einen Anwalt Youdans, der zu den Vorwürfen gesagt haben soll: "Selbst ich denke, das ist schrecklich, und ich bin ein Experte für schrecklich."

Zu einem Foto, das die Schauspielerin mit einem blauen Fleck zeigt, will Garrett ihr laut dem Interview gesagt haben: "Vielleicht kommts vom Tanzen." Erst nachdem er sich von Youdan getrennt hatte, will Garrett mit den Vorwürfen konfrontiert worden sein.

Der Musiker erzählte der "Welt", er habe die Pornodarstellerin als Escort-Dame gebucht und so kennengelernt. Anschließend habe er sich in sie verliebt, sei jedoch schwer enttäuscht worden, weil sie bereits früh intime Gespräche mitgeschnitten haben soll. Gegen ihre "Verleumdungen" will er sich "mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen".

apr

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