Gekentertes Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" Taucher finden weitere Frauenleiche

Im Heck des gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" haben Taucher eine weitere Frauenleiche entdeckt. Bereits am Samstag war dort eine tote Passagierin gefunden worden - mindestens 20 Menschen gelten noch als vermisst.


Giglio - Taucher haben im Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" eine weitere Leiche entdeckt. Die mit einer Schwimmweste bekleidete Tote sei im unter Wasser liegenden Teil des Schiffshecks auf dem siebten Deck des Schiffes gefunden worden, sagte eine Sprecherin der italienischen Zivilschutzbehörde am Sonntag.

Bereits am Samstag war - ebenfalls im Heck des Schiffes - eine Frauenleiche gefunden worden, nachdem mit gezielten Sprengungen weitere Zugänge zum Inneren des Wracks geschaffen worden waren. Damit wurden bislang 13 Todesopfer des Kreuzfahrtunglücks gefunden. Acht Leichen wurden bislang identifiziert, darunter laut Zivilschutz auch ein Deutscher.

Mindestens 20 Menschen gelten noch als vermisst. Laut dem Krisenstab-Chef Franco Gabrielli befinden sich die Vermissten "wahrscheinlich" noch an Bord des Schiffes. Die Suche werde daher fortgesetzt. Die Lage sei "unglaublich komplex", der Rettungsaktion solle aber "keine Zeitgrenze" gesetzt werden, sagte Gabrielli.

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"Costa Concordia": Die Suche geht weiter
Zu den Vermissten sollen auch zwölf Deutsche zählen. Bei einem Besuch auf der Insel Giglio zeigte sich der deutsche Botschafter in Rom zuversichtlich, dass möglicherweise noch Überlebende aus dem Wrack geborgen werden könnten. "Die Hoffnung ist absolut da", sagte Michael H. Gerdts. Gleichzeitig sicherte er den italienischen Behörden weitere Unterstützung aus Deutschland zu.

mhe/AFP

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harryaspir 22.01.2012
1. Deutsche auf der "Costa Concordia"
Zitat von sysopIm Heck des gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" haben Taucher eine weitere Frauenleiche entdeckt. Bereits*am Samstag*war dort eine tote Passagierin gefunden worden - aber mindestens 20 Menschen gelten noch als vermisst. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,810659,00.html
Warum hat der deutsche Botschafter Gerdts erst jetzt - eine Woche nach dem Unglück -die Insel besucht.? Warum hat er nicht sofort das deutsche technische Hilfswerk (THW) angefordert ? Sein Chef,Guido Westerwelle,hätte ihm die Hilfeleistung sicher nicht verweigert. Wenn die italienischen Behörden dazu keine Genehmigung gegeben hätten,wäre eine Erinnerung an die Vorfälle beim Untergang des russischen Atom U-bootes,der ¨Kursk¨angebracht gewesen.Wenn auf dem Schiff deutsche Angehörige von mir gewesen wären,würde ich den Botschafter wegen unterlassener Hilfeleistung jetzt anklagen. Die Wahrscheinlickeit,dass es noch Überlebende gegeben hat,die sich entweder über oder unter Wasser befunden haben,ist sehr gross.
user_tha 22.01.2012
2. "Mindestens" 20 Vermisste....
Zitat von sysopIm Heck des gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" haben Taucher eine weitere Frauenleiche entdeckt. Bereits*am Samstag*war dort eine tote Passagierin gefunden worden - aber mindestens 20 Menschen gelten noch als vermisst. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,810659,00.html
Ein Skandal, das niemand weiß, wie viele Vermisste es denn wirklich sind! Offenbar ist es üblich, dass hohe Offiziere Freunde und Bekannte kostenlos mitfahren lassen - und dass alle Hilfsarbeiter in der Küche etc. ordnungsgemäße Arbeitsverträge haben und als eingecheckt gemeldet waren, scheint ja auch noch unsicher! Ein Skandal! Genauso ein Skandal ist folgendes: Bereits im August fuhr das Schiff ähnlich nahe der Küste - und niemand kritisierte es, obwohl die Aufzeichnungen der genauen Route von Lloydslist (via AIS) vorhanden waren und sind. Das müssen wohl eher cm als m gewesen sein, die es damals an den Felsen vorbeigefahren ist. Überhaupt gilt ja, soweit mir bekannt, dass ein Kapitän nur den Zielhafen 'irgendwie' erreichen muss, aber keine Vorschriften bzgl. der Route hat - man muss sich so etwas mal im Luftverkehr vorstellen! Eines sollte jedem klar sein, der ein Schiff dieser Größe besteigt: bei einer Evakuierung so vieler Menschen auf hoher See wäre die Besatzung erst recht überfordert gewesen. Es hätte wohl das gleiche Desaster gegeben wie fast genau 99 Jahre und 9 Monate vorher beim Versuch der Rettung Tausender Menschen von der Titanic. Imf Notfalls sind viele Menschen sich selber dann eben doch die nächsten - damals wie heute.
luigi 22.01.2012
3. ????
Zitat von harryaspirWarum hat der deutsche Botschafter Gerdts erst jetzt - eine Woche nach dem Unglück -die Insel besucht.? Warum hat er nicht sofort das deutsche technische Hilfswerk (THW) angefordert ? Sein Chef,Guido Westerwelle,hätte ihm die Hilfeleistung sicher nicht verweigert. Wenn die italienischen Behörden dazu keine Genehmigung gegeben hätten,wäre eine Erinnerung an die Vorfälle beim Untergang des russischen Atom U-bootes,der ¨Kursk¨angebracht gewesen.Wenn auf dem Schiff deutsche Angehörige von mir gewesen wären,würde ich den Botschafter wegen unterlassener Hilfeleistung jetzt anklagen. Die Wahrscheinlickeit,dass es noch Überlebende gegeben hat,die sich entweder über oder unter Wasser befunden haben,ist sehr gross.
Wenn ein deutsches Kreuzfahrtschiff mit Menschen aus rund 40Nationen an Bord untergeht, würden Sie also erst mal Hilfskräfte aus all diesen Staaten anfordern, die sich dann vor Ort streiten, wer wen retten darf? Mein Eindruck ist, dass die italienischen Kräfte hervorragende Arbeit leisten. Als Küstenstaat und Seefahrernation hat Italien sicher bessere Kräfte für derartige Einsätze als das THW, das für Schiffskatastrophen gar nicht vorbereitet ist. Und der deutsche Botschafter war bereits vor einer Woche vor Ort. Luigi
DerNachfrager 22.01.2012
4. Wie viele denn nu ?
Vielleicht sollte man zunächst mal die Schiffsoffiziere interviewen, wie viele Übernachtungskünstlerinnen sie an Bord gebracht hatten. Dann wäre auch eine belastbare Vermisstenzahl zu errechnen.
Mochri 22.01.2012
5.
Zitat von harryaspirWarum hat der deutsche Botschafter Gerdts erst jetzt - eine Woche nach dem Unglück -die Insel besucht.? Warum hat er nicht sofort das deutsche technische Hilfswerk (THW) angefordert ? Sein Chef,Guido Westerwelle,hätte ihm die Hilfeleistung sicher nicht verweigert. Wenn die italienischen Behörden dazu keine Genehmigung gegeben hätten,wäre eine Erinnerung an die Vorfälle beim Untergang des russischen Atom U-bootes,der ¨Kursk¨angebracht gewesen.Wenn auf dem Schiff deutsche Angehörige von mir gewesen wären,würde ich den Botschafter wegen unterlassener Hilfeleistung jetzt anklagen. Die Wahrscheinlickeit,dass es noch Überlebende gegeben hat,die sich entweder über oder unter Wasser befunden haben,ist sehr gross.
Aha und das wissen Sie . Entschuldigung Sie waren niemals in Ihrem Leben auf See geschweige denn auf einem Kreuzfahrtschiff ! Und da hilft auch kein deutscher Botschafter ! meiner Meinung nach werden die Rettungskräfte weitere 20 Tote im Heck finden oder niemals
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