Geldsorgen Jackson gibt Beratern die Schuld

Wer ist Schuld an Michael Jacksons Finanznöten? Sein ehemaliger Produzent nannte ihn einen "unheilbaren Geldverschwender". Der Popstar gibt dagegen seinen früheren Anwälten und Beratern die Schuld für seine Geldsorgen. Diese hätten ihn absichtlich in den Ruin getrieben.


Los Angeles - Seit längerem habe Jackson den Eindruck gehabt, dass seine Berater nicht immer in seinem Interesse gehandelt hätten, sagte seine Agentin Raymone K. Bain. Der Sänger habe deshalb Beweise gesammelt. Diese sollen belegen, dass sich seine einstigen Vertrauten gegen ihn verschworen hätten. Um welche Beweise es sich dabei handelt, ist bislang unklar. Bain kündigte mögliche Klagen Jacksons an - jedoch ohne Namen zu nennen.

Michael Jackson: Der Popstar wittert eine Verschwörung seiner Berater
REUTERS

Michael Jackson: Der Popstar wittert eine Verschwörung seiner Berater

Im vergangenen Jahr war Jackson vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden. Der Sänger verließ daraufhin die USA und zog in den Golfstaat Bahrein. Zurück blieben ein Schuldenberg in Höhe von geschätzten 270 Millionen Dollar sowie einen Haufen ungezahlter Rechnungen, Löhne und Honorare. Ende Juni feuerte er seinen bisherigen Wirtschaftsmanager und seine Rechtsberater in Bahrein. Rund einen Monat später kündigten seine wichtigsten Anwälte wegen nicht gezahlter Honorare.

Immer wieder sorgt Jackson aufgrund von Prozessen für Schlagzeilen. So musste er in einem Rechtsstreit wegen ausstehender Honorare mit seinem Ex-Produzenten F. Marc Schaffel kürzlich eine Niederlage einstecken und 900.000 Dollar zahlen. Dieser hatte ihn einen "unheilbaren Geldverschwender" genannt. Auch laut Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe versäumte es der Popsänger, finanzielle Zusagen einzuhalten. Sie verklagte ihn im vergangenen Monat auf die sofortige Zahlung von 245.000 Dollar.

Der einstige "King of Pop" will in Europa einen Neustart wagen. Darüber hinaus plant er für spätestens 2007 ein neues Album.

aki/AFP



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