Gesetzentwurf US-Bundesstaat will Schüler mit Waffen vertraut machen

Zu wenig Jäger im Land: Mit einem neuen Gesetz will ein Senator aus dem US-Bundesstaat Virginia die Möglichkeit schaffen, Minderjährige im Sportunterricht im Umgang mit Gewehren zu schulen. Dadurch könne die sinkende Zahl der Berufsjäger wieder erhöht werden, hofft der Politiker.


Washington - Der Senat von Virginia werde bereits in der kommenden Woche über einen entsprechenden Gesetzentwurf beraten, erklärte heute der Hauptinitiator des Entwurfs Senator Billy Wayne Bailey. Bei dem geplanten Training im Rahmen des Sportunterrichts sollen allerdings weder scharfe Munition noch betriebsfähige Waffen verwendet werden, sagte der Jagdenthusiast laut "USA Today".

Bailey will laut eigenen Angaben auf diese Weise das Interesse der Menschen an der Jagd neu wecken. "Die Jagd ist ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft und unserer Kultur, doch seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Jagdscheine beständig ab", sagte er. Er hoffe, dass langfristig auch die Zahl der Berufsjäger wieder steigen werde.

Schon jetzt ist das geltende Gesetz in Sachen Waffenbesitz mehr als liberal: In dem ländlich geprägten Bundesstaat können Kinder bereits mit zehn Jahren eine Jagderlaubnis beantragen. Die Jagd verschafft Virginia jährlich etwa 1,5 Milliarden Dollar an Einnahmen.

ala/AFP



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