Gewaltvideo Zwei Zehntklässler von Schweriner Schule verwiesen

In einer Schweriner Schule haben vier Teenager mehrere jüngere Mitschüler misshandelt, die Taten auf Video aufgenommen und teilweise im Internet veröffentlicht. Nun wurden zwei Zehntklässler der Schule verwiesen.


Schwerin - Nach der Veröffentlichung von selbst aufgenommenen Gewaltvideos sind zwei Schweriner Zehntklässler der Schule verwiesen worden. "Die beiden Schüler haben sich in völlig unzureichender Art und Weise verhalten und den Schulbetrieb nachhaltig gestört", sagte Schulleiter Andreas Teuber.

Die beiden Jugendlichen sollen mit zwei weiteren Beteiligten, die mit einem Tadel bestraft wurden, jüngere Schüler gedemütigt und misshandelt haben. Die Taten nahmen sie in zwei Fällen auf Video auf und stellten sie ins Internet. Offenbar waren die Demütigungen als Strafe für die jüngeren Schüler gedacht, die die Älteren während einer Schulfunksendung gestört hatten.

Den älteren Schülern habe offenbar das Bewusstsein dafür gefehlt, dass die Grenze zwischen Spaß und Ernst deutlich überschritten wurde, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen gegen die vier Beschuldigten der zehnten und elften Klasse wegen Körperverletzung und Nötigung abgeschlossen und den Fall an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Sie muss nun entscheiden, ob die Taten auch rechtliche Konsequenzen haben werden.

aar/dapd



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