Er kam einfach nicht gegen die Brief-Berge an: Ein Auszubildender der Deutschen Post aus Göppingen hat gestanden, Postsendungen, Wahlunterlagen und Infobroschüren verbrannt zu haben. Der 20-Jährige muss sich nun wegen Verletzung des Postgeheimnisses und Unterschlagung verantworten.
Göppingen - Spaziergänger hatten Reste der verkohlten Sendungen an einem Grillplatz gefunden und dies der Polizei gemeldet. Außerdem lagen Anzeigen der Stadt Göppingen vor, weil sich Bürger beschwert hatten, sie hätten keine Wahlunterlagen erhalten, wie die Polizei nun mitteilte. Gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst der Post ermittelte die Polizei den 20-Jährigen.
Der Auszubildende der Deutschen Post gestand die Tat und begründete sie laut Polizei mit Arbeitsüberlastung.
Zur Tatzeit hatte der Zusteller nach eigenen Angaben viel zu tun, da die Wahlbenachrichtigungen ausgetragen werden mussten. Der Mann habe daher Sendungen mit nach Hause genommen und später verbrannt.
Aus dem Göppinger Rathaus hieß es, auf die Wahlergebnisse und die Gültigkeit der Wahlen hätte dies keinen Einfluss. "Wer im Wählerverzeichnis aufgeführt ist, muss seine Wahlbenachrichtigungskarte gar nicht ins Wahlbüro mitbringen - es genügt, Personalausweis oder Reisepass dabei zu haben", erläuterte die Leiterin der Hauptverwaltung, Gabriele Zull. Sie sei aber froh, dass jetzt Klarheit über die Umstände der Tat herrsche.
siu/ddp
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