Weltkriegsblindgänger Tausende wegen Bombe evakuiert - Bahnhof Göttingen gesperrt

Bauarbeiter haben eine Bombe gefunden - wahrscheinlich ein Blindgänger aus dem Krieg. Der Göttinger Bahnhof wurde deshalb weiträumig abgesperrt, Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

Bus der Göttinger Verkehrsbetriebe auf "Evakuierungsfahrt"
Swen Pförtner/dpa

Bus der Göttinger Verkehrsbetriebe auf "Evakuierungsfahrt"


Wegen einer möglichen Weltkriegsbombe in Göttingen kommt es am Samstag zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Rund 14.000 Menschen waren seit dem frühen Morgen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Auch der Bahnhof wurde am Morgen evakuiert. Fernverkehrszüge fahren ohne Halt durch Göttingen. Über dem Sperrbereich gilt bis zum Abend ein Flugverbot.

"Bisher läuft alles sehr gut und ruhig ab", sagte Stadtsprecher Dominik Kimyon. Das verdächtige Objekt wurde in der vergangenen Woche bei Bauarbeiten gefunden. Der Kampfmittelräumdienst geht davon aus, dass es sich um einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.

Anwohner aus dem Gefahrengebiet werden in der Mensa der Uniklinik untergebracht
Swen Pförtner/dpa

Anwohner aus dem Gefahrengebiet werden in der Mensa der Uniklinik untergebracht

Wenn sich der Verdacht bestätigt, kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst erst im Laufe der Untersuchung entscheiden, ob die Bombe entschärft werden kann oder gesprengt werden muss. Die Experten können mit ihren Arbeiten beginnen, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist.

Die Deutsche Bahn appellierte an Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren. Einschränkungen werden demnach bis 16.00 Uhr erwartet.

hej/dpa



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