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29. Oktober 2019, 15:53 Uhr

Brand in Londoner Grenfell Tower

Feuerwehr soll "systemische" Fehler gemacht haben

72 Menschen starben beim Band im Grenfell Tower in London. Medien zufolge soll ein Untersuchungsbericht nun die Versäumnisse der Feuerwehr aufzeigen. Sie ordnete demnach die Evakuierung des Gebäudes zu spät an.

Zwei Jahre nach dem Großbrand im Londoner Hochhaus Grenfell Tower mit Dutzenden Toten wirft ein offizieller Bericht der Feuerwehr schwere Versäumnisse vor. Die Reaktion der Feuerwehr habe "schwerwiegende Mängel" und "systemische" Fehler aufgewiesen, zitierten mehrere Medien aus dem Untersuchungsbericht.

Bei dem Feuer wären weniger Menschen gestorben, wenn die Londoner Feuerwehr früher bestimmte Maßnahmen ergriffen hätte, heißt es demnach in dem Bericht. Kritisiert werde auch insbesondere die Anweisung der Feuerwehr an die Bewohner des Hochhauses, in den Wohnungen zu bleiben. Zu spät sei die Evakuierung des brennenden Gebäudes angeordnet worden.

Die Londoner Feuerwehr will den Bericht erst nach der offiziellen Veröffentlichung am Mittwoch kommentieren.

72 Menschen waren im Juni 2017 in den Flammen ums Leben gekommen. Ein Kühlschrank hatte damals Feuer gefangen und den Brand ausgelöst. Die Flammen breiteten sich schnell in dem 24-stöckigen Hochhaus aus. Viele Menschen wurden im Schlaf von den Flammen überrascht.

Den Mieter der Wohnung, in dem das Feuer ausbrach, treffe keine Schuld, zitierten britische Medien aus dem Bericht. Es habe sich um einen elektrischen Defekt gehandelt.

Eine neu angebrachte Fassadenverkleidung aus brennbarem Kunststoff sei ein "Hauptgrund" dafür gewesen, dass die Flammen sich so schnell ausbreiteten. Der Großbrand in London hatte zu einer Überprüfung vieler Hochhäuser im ganzen Land geführt, bei der sich herausstellte, dass bei vielen Gebäuden ähnliche Fassadenteile verbaut wurden.

cop/dpa

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