Brand in Londoner Grenfell Tower Feuerwehr soll "systemische" Fehler gemacht haben

72 Menschen starben beim Band im Grenfell Tower in London. Medien zufolge soll ein Untersuchungsbericht nun die Versäumnisse der Feuerwehr aufzeigen. Sie ordnete demnach die Evakuierung des Gebäudes zu spät an.
Beim Brand des Grenfell Towers in London starben 72 Menschen: In einem Untersuchungsbericht werden der Feuerwehr "systemische" Fehler vorgeworfen

Beim Brand des Grenfell Towers in London starben 72 Menschen: In einem Untersuchungsbericht werden der Feuerwehr "systemische" Fehler vorgeworfen

Foto: Toby Melville/ REUTERS

Zwei Jahre nach dem Großbrand im Londoner Hochhaus Grenfell Tower mit Dutzenden Toten wirft ein offizieller Bericht der Feuerwehr schwere Versäumnisse vor. Die Reaktion der Feuerwehr habe "schwerwiegende Mängel" und "systemische" Fehler aufgewiesen, zitierten mehrere Medien  aus dem Untersuchungsbericht.

Bei dem Feuer wären weniger Menschen gestorben, wenn die Londoner Feuerwehr früher bestimmte Maßnahmen ergriffen hätte, heißt es demnach in dem Bericht. Kritisiert werde auch insbesondere die Anweisung der Feuerwehr an die Bewohner des Hochhauses, in den Wohnungen zu bleiben. Zu spät sei die Evakuierung des brennenden Gebäudes angeordnet worden.

Die Londoner Feuerwehr will den Bericht erst nach der offiziellen Veröffentlichung am Mittwoch kommentieren.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

72 Menschen waren im Juni 2017 in den Flammen ums Leben gekommen. Ein Kühlschrank hatte damals Feuer gefangen und den Brand ausgelöst. Die Flammen breiteten sich schnell in dem 24-stöckigen Hochhaus aus. Viele Menschen wurden im Schlaf von den Flammen überrascht.

Den Mieter der Wohnung, in dem das Feuer ausbrach, treffe keine Schuld, zitierten britische Medien aus dem Bericht. Es habe sich um einen elektrischen Defekt gehandelt.

Fotostrecke

Brandkatastrophe in London: Im Inneren des Grenfell Towers

Foto: EPA/REX/Shutterstock

Eine neu angebrachte Fassadenverkleidung aus brennbarem Kunststoff sei ein "Hauptgrund" dafür gewesen, dass die Flammen sich so schnell ausbreiteten. Der Großbrand in London hatte zu einer Überprüfung vieler Hochhäuser im ganzen Land geführt, bei der sich herausstellte, dass bei vielen Gebäuden ähnliche Fassadenteile verbaut wurden.

cop/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.