Greta Thunberg trifft Papst Franziskus "Ich habe ihm dafür gedankt, dass er für das Klima kämpft"

Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus die schwedische Schülerin Greta Thunberg getroffen. Dabei forderte die Aktivistin das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Klimastreik auf.

VATICAN MEDIA/AFP

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Papst Franziskus auf dem Petersplatz getroffen. Die 16-jährige Schwedin hielt dem Pontifex bei der kurzen Begegnung nach der Generalaudienz einen Zettel mit einer Aufforderung zum Klima-Streik entgegen ("Join the Climate Strike"), wie Bilder zeigten. Die beiden gaben sich die Hand.

"Er war sehr freundlich. Er lächelte und lachte die ganze Zeit", sagte Thunberg der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter". "Ich habe ihm dafür gedankt, dass er für das Klima kämpft." Der Papst wiederum habe Thunberg zum Weitermachen ermuntert.

Thunberg hatte die Generalaudienz mit ihrem Vater Svante Thunberg verfolgt. Die junge Schwedin teilt mit Franziskus ein Anliegen: den Klimaschutz. Die Jugendliche ist für ihre Schulstreiks bekannt geworden, die mittlerweile Menschen in der ganzen Welt inspiriert haben, freitags auf die Straße zu gehen.

"Klimaschutz geht alle an"

Mit dem Zug war Thunberg am Mittwoch in der italienischen Hauptstadt Rom eingetroffen. Dort stehen auch ein Besuch im Senat und eine Demonstration für den Klimaschutz am Freitag an. Ein echter Schulstreik ist es aber nicht: Karfreitag ist in Italien zwar kein Feiertag, in Rom starten aber am Donnerstag die Osterferien.

Vor dem Besuch im Vatikan hatte die Schülerin viel Zuspruch aus Deutschland erhalten: Mehrere katholische Bischöfe zeigen sich von ihr beeindruckt. "Ich bin der Ansicht, die Kirche muss Anwalt der 'Fridays for Future'-Bewegung sein", sagte der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. "Klimaschutz geht alle an. Deshalb müssen auf Worte und Absichtserklärungen auch Taten folgen. Daran erinnern Greta Thunberg und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter die Politik völlig zu Recht."

Im Video: Klima-Rebellin Greta Thunberg

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wit/dpa

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