Süden Mexikos Zwölf Tote bei Schießerei in Hahnenkampfarena

Bei einem Hahnenkampf im mexikanischen Cuajinicuilapa ist es zu einer tödlichen Schießerei gekommen: Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben. Der Bürgermeister spricht von einer "barbarischen Tat".


Bei einer Schießerei am Rande eines Hahnenkampfes sind im Süden Mexikos zwölf Menschen getötet worden. Unbekannte eröffneten am Sonntagabend das Feuer in der Arena, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. Unter den Toten waren demnach auch zwei Minderjährige. Fünf weitere Menschen seien bei dem Überfall in der Ortschaft Cuajinicuilapa südöstlich des Badeorts Acapulco verletzt worden.

Aufgrund der Patronenhülsen aus Sturmgewehren, die am Tatort entdeckt worden sein sollen, schrieb Bürgermeister Constantino García Cisneros den Angriff einer kriminellen Organisation zu. Demnach wurde mit Kalaschnikows, Sturmgewehren und 9-Millimeter-Pistolen geschossen.

In der Region im Bundesstaat Guerrero kämpfen mehrere Banden unter anderem um die Kontrolle über den Drogenhandel. García Cisneros sagte der Zeitung "El Universal", er habe um zusätzliche Polizisten und Soldaten für seine Gemeinde gebeten. Vor allem fürchte er Zwischenfälle bei der Beisetzung der Opfer. In dem Medienbericht ist noch von zehn getöteten Menschen die Rede, die Zahl wurde inzwischen nach oben korrigiert.

"Das war eine barbarische Tat. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Verbrecher die Bevölkerung terrorisieren", sagte García. "Dieser Kampf um die Einflussgebiete muss beendet werden, denn er zieht die Bürger in Mitleidenschaft."

aar/dpa

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