Hamburg Baby in Koffer vor Kongresszentrum ausgesetzt

In Hamburg ist bei Minustemperaturen ein Neugeborenes ausgesetzt worden. Ein Unbekannter wurde dabei beobachtet, wie er beim Kongresszentrum einen Rollkoffer abstellte und floh. Das Kind ist außer Lebensgefahr, jetzt ermittelt die Polizei.

In diesem Koffer wurde der Säugling in Hamburg ausgesetzt
DPA

In diesem Koffer wurde der Säugling in Hamburg ausgesetzt


Hamburg - Am frühen Dienstagabend entdeckte ein Mitarbeiter des Kongresszentrums CCH am Hamburger Dammtor-Bahnhof ein herrenloses Gepäckstück vor der Tür und nahm es der Polizei zufolge an sich. Wie die "Bild"-Zeitung am heutigen Mittwoch berichtet, soll ein "gut gekleideter Mann" den Rollkoffer gegen 17.20 Uhr abgestellt und dem Pförtner gesagt haben: "Da draußen steht ein Koffer, kümmern Sie sich bitte darum." Dann sei er weggegangen.

Der 60-jährige Naji H. habe zunächst vermutet, es könne sich um eine Kofferbombe handeln und daraufhin einen Kollegen vom Sicherheitsdienst um Hilfe gebeten. Dann hätten sie ein Wimmern aus dem Inneren des Koffers gehört und beim Öffnen ein "hübsches, kleines Mädchen, angezogen mit einem Babystrampler, einer Mütze und in einem Babyschlafsack" entdeckt, zitiert das Blatt den Pförtner.

Eine Sprecherin der Hamburger Polizei bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass ein Mann am Fundort gesehen wurde, wollte sich aber zu Details nicht äußern.

Ersten Informationen zufolge wurde das Baby nicht mit professioneller Hilfe entbunden und nur laienhaft abgenabelt. Das etwa einen Tag alte Mädchen sei in eine Kinderklinik gebracht worden und schwebe nicht in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher. Jetzt laufen die Ermittlungen.

ala/dpa



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