Hamburg Tourist mit mutmaßlichem Mörder verwechselt - Polizei stürmt Hotel

Weil ein Zeuge angeblich einen mutmaßlichen Doppelmörder gesehen haben will, hat die Polizei in Hamburg ein Hotel gestürmt. Doch der Mann sah der Zielperson nur ähnlich.

Hotel im Hamburger Stadtteil St. Georg
DPA

Hotel im Hamburger Stadtteil St. Georg


Wegen einer Verwechslung hat die Polizei am Samstagabend mit Maschinenpistolen bewaffnet ein Hotel im Hamburger Stadtteil St. Georg gestürmt: Vermutet hatten sie dort - nach dem Hinweis eines Zeugen - einen mutmaßlichen Doppelmörder, der europaweit gesucht wird. Das berichtet das "Hamburger Abendblatt".

Doch angetroffen haben sie offenbar nur einen Mann, der sein Doppelgänger sein könnte: "Einsatzkräfte haben die Zimmer des Hotels durchsucht und dann einen Mann getroffen, der dem Gesuchten in der Tat sehr ähnlich sieht", sagte ein Sprecher des polizeilichen Lagedienstes der Zeitung. Es habe sich demnach um einen Touristen gehandelt.

Die Polizei habe anschließend den Großeinsatz beendet und die anderen Gäste des Hotels wieder in das Gebäude gelassen.

Der Mann, den die Polizei eigentlich sucht, ist seit mehr als einem Jahr auf der Flucht: Seit Ende Oktober 2017 wird nach ihm gefahndet. Sein Name ist Friedrich Felzmann und er kommt aus Österreich.

Der 67-Jährige steht unter Verdacht, in seinem Geburtsort Stiwoll in der Steiermark zwei Personen mit einem Gewehr getötet und eine Person schwer verletzt zu haben. Danach soll er mit seinem Auto in ein nahegelegenes Waldgebiet geflüchtet sein. Von dort aus setzte er seine Flucht offenbar zu Fuß fort. Das Landeskriminalamt Steiermark hat eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Festnahme von Felzmann führen.

Laut dem "Hamburger Abendblatt" wollte am Samstagabend ein Busfahrer, der ursprünglich aus Österreich stammt und dem die Fahndung bekannt war, Felzmann gesehen haben. Demnach habe er beobachtet, wie der Gesuchte in ein Taxi auf St. Pauli stieg. Er alarmierte der Zeitung zufolge daraufhin die Polizei.

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