Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" Zwölf Prozent mehr Anrufe

Immer mehr Frauen melden sich beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sieht darin auch etwas Positives.

Jan-Philipp Strobel/ DPA

Im vergangenen Jahr gab es 42.000 Beratungskontakte beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Das seien zwölf Prozent mehr als 2017, wie das Bundesfamilienministerium mitteilte. Die Anzahl der Beratungen stieg damit zum fünften Mal in Folge. In 59 Prozent der Fälle war den Angaben zufolge häusliche Gewalt Anlass für ein Beratungsgespräch.

Die Zahlen bedeuten nicht automatisch, dass es mehr Übergriffe gegeben hat. "Die Zahlen zeigen, immer mehr Frauen trauen sich, den ersten Schritt aus der Gewalt zu gehen", sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Das Hilfetelefon erreiche die Betroffenen immer besser.

Die Zahl der Onlineberatungen via E-Mail und Sofort-Chat stieg demnach ebenfalls. Konstant geblieben sind laut Ministerium die Beratungen mit Dolmetscherin. Beraterinnen können Dolmetscherinnen in einer von 17 Fremdsprachen hinzuschalten. Am häufigsten wurden die Gespräche auf Arabisch, Farsi/Dari und Russisch übersetzt.

Das Hilfetelefon unterstützt laut eigenen Angaben in Krisensituationen und vermittelt Betroffene auf Wunsch an Beratungsstellen und Frauenhäuser.

ala/AFP



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