Hochzeit Nur einer von 16 Ehemännern nimmt Name der Frau an

Ehepaare in Deutschland mögen es einer Studie zufolge bei der Namenswahl traditionell. Nur selten entscheiden sie sich für den Nachnamen der Frau. Häufiger fällt die Wahl auf die Doppellösung.
Hochzeitspaar (Archiv)

Hochzeitspaar (Archiv)

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Bei der Hochzeit nimmt in Deutschland nur einer von 16 Männern den Nachnamen seiner Ehefrau an. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS).

Ehepaare in Deutschland mögen es demnach bei der Namenswahl traditionell: Bei rund drei Viertel aller Eheschließungen wird auch heute noch der Name des Mannes zum gemeinsamen Namen.

Nur sechs Prozent der Paare entscheiden sich für den Familiennamen der Frau, etwa doppelt so häufig kommt es laut Studie vor, dass beide Partner ihren eigenen Namen behalten. Einen Doppelnamen wählen demzufolge etwa acht Prozent der Paare.

Seit 1976 müssen sich Paare bei der Hochzeit nicht mehr zwangsläufig auf den Familiennamen des Mannes festlegen. Seit knapp 25 Jahren ist nicht einmal mehr ein gemeinsamer Familienname Pflicht. Das entsprechende Gesetz trat am 1. April 1994 in Kraft.

Für die aufwendige Studie hat die GfdS rund 20.000 Eheschließungen in 174 Standesämtern aus dem Jahr 2016 ausgewertet. Zum Vergleich wurden auch die Jahre 1976, 1986, 1996 und 2006 untersucht - ebenfalls mit 20.000 Eheschließungen pro Jahrgang.

Beim Elterngeschmack für Babynamen wenig Änderung in Sicht

Bei der Wahl der Baby-Vornamen haben sich die Vorlieben deutscher Mütter und Väter 2018 voraussichtlich wenig verändert. "Die Hitparade der beliebtesten Vornamen bleibt ziemlich stabil", sagte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels in Wiesbaden.

Demnach schaffen es voraussichtlich Emilia, Mia, Noah und Ben bei einem Ranking der Erstnamen wieder ganz nach oben. Bei einer gemeinsamen Liste von Erst- und Folgenamen stehen wohl Marie, Sophie, Maximilian und Alexander wieder weit oben.

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Die Sprachwissenschaftler werteten eine Stichprobe von zwölf Standesämtern deutschlandweit aus. In die endgültige Studie fließen dann Daten aus rund 700 Standesämtern.

wit/dpa