"Smombie"-Gesetz Honolulu verbietet Smartphone-Nutzung bei Straßenüberquerung

Wer in Honolulu über eine Straße geht und dabei auf sein Handy starrt, riskiert ab diesem Mittwoch eine Geldstrafe. Die Stadt will damit gegen sogenannte Smombies vorgehen.
Bürgermeister Kirk Caldwell

Bürgermeister Kirk Caldwell

Foto: AP

In Honolulu sollen sich in Zukunft weniger Fußgänger von Handys ablenken lassen: Am Mittwoch tritt in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii ein Gesetz in Kraft, das eine Geldstrafe für Passanten vorsieht, die beim Überqueren einer Straße auf ihr Smartphone starren: Sie sollen bis zu 35 Dollar zahlen, das sind umgerechnet etwa 30 Euro.

Der Bürgermeister der Stadt, Kirk Caldwell, hatte das Gesetz Ende Juli unterzeichnet. Damit geht erstmals eine Stadt in den USA gegen sogenannte Smombies vor, die mit ihrem Smartphone über die Straße laufen und alles um sich herum ignorieren. 2015 kürte der Langenscheidt-Verlag die Wortkombination aus Smartphone und Zombie zum Jugendwort des Jahres.

Telefonieren ist in Honolulu beim Straßenüberqueren übrigens weiterhin erlaubt - wenn der Blick dabei nicht auf das Handy, sondern auf die Straße gerichtet ist.

Im vergangenen Jahr wurden in den USA nach Angaben der Verkehrssicherheitsorganisation GHSA fast 6000 Fußgänger überfahren - 22 Prozent mehr als noch zwei Jahre zuvor. Die Organisation macht dafür auch die gestiegene Smartphone-Nutzung von Fußgängern und Autofahrern verantwortlich.

aar/AFP
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