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Nächste Haltestelle: Lassen Sie die Hosen runter!

Foto: JESSICA RINALDI/ Reuters

Hosenloser Unsinn Südafrikanische Polizei nimmt "No Pants"-Fans fest

Eine U-Bahn-Fahrt in Unterhose ist weltweit kein Problem - außer in Südafrika. In Johannesburg mussten sich Teilnehmer der globalen Spaßaktion "No Pants" jetzt Handschellen anlegen lassen. Der Grund? Öffentliche Unzucht.

Johannesburg - Tausende von freizügig veranlagten U-Bahn-Fahrern ließen am Sonntag in 50 Städten weltweit anlässlich des "No Pants"-Tages die Hosen runter. Unbehelligt und in den meisten Fällen zur Erheiterung ihrer Mitreisenden. Nicht so in Südafrika.

Die Teilnehmer des Happenings in der südafrikanischen Metropole Johannesburg hatten wenig Spaß: 34 von ihnen wurden vorübergehend von der Polizei festgenommen, teilte der U-Bahn-Betreiber am Dienstag mit. Laut Angaben einer Sprecherin sollten sie ursprünglich 700 Rand (80 Euro) Strafe zahlen, doch wurde die Gebühr später auf die Hälfte reduziert. Lokalzeitungen berichteten, die Hosenlosen seien in Handschellen abgeführt worden.

"Sie wollten uns wegen öffentlicher Unzucht belangen, doch dann mussten sie feststellen, dass da gar nichts Unzüchtiges war", berichtete Kuba Granicki, eine der "No Pants"-Teilnehmerinnen, der südafrikanischen "Beeld"-Zeitung. Granicki hatte den Auftritt bis zu der jähen Unterbrechung durch die Sicherheitskräfte genossen: "Die Leute starrten uns an und lachten."

Die Idee des "No Pants Subway Ride" wurde 2002 von der New Yorker Gruppe Improv Everywhere ins Leben gerufen. Damals versammelten sich gerade mal sieben Teilnehmer zum kollektiven U-Bahn-Fahren ohne lästige Beinkleider. Am vergangenen Sonntag machten bereits Tausende Spaßvögel in 24 Ländern mit. Das Wichtigste bei der Aktion sei es, völlig ernst zu bleiben und so zu tun, als wäre die U-Bahn-Fahrt in Unterhosen völlig normal, betonen die Aktivisten.

ala/AFP