Hurrikan Erste "Dorian"-Ausläufer fegen über US-Ostküste

Die Behörden warnen vor lebensgefährlichen Überschwemmungen und Sturzfluten: Die ersten wuchtigen Ausläufer des Hurrikans "Dorian" sind auf die Küstengebiete der US-Staaten North und South Carolina geprallt.

Umgestürzter Baum in Charleston, South Carolina
Sean Rayford/ AFP

Umgestürzter Baum in Charleston, South Carolina


Immerhin: Auf seinem Weg zur US-Küste hat Hurrikan "Dorian" etwas an Kraft verloren, er wurde vom US-Hurrikanzentrum (NHC) auf Kategorie zwei der fünfstufigen Skala herabgestuft. Aber noch immer transportiert "Dorian" Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern. Und inzwischen haben die ersten wuchtigen Ausläufer die Südostküste der USA erreicht.

Starker Regen und heftige Winde waren am Donnerstag in den Küstengebieten der Bundesstaaten North und South Carolina zu spüren. Die Behörden warnten vor lebensgefährlichen Überschwemmungen und Sturzfluten.

In der bei Touristen beliebten Küstenstadt Charleston in South Carolina waren einige Gegenden bereits überschwemmt. Einzelne Bewohner bewegten sich mit Kajaks durch die Straßen. Bäume und Strommasten stürzten um. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Allein in South Carolina fiel nach Angaben der Behörden in rund 200.000 Privathaushalten und Firmen der Strom aus.

Für Hunderttausende Menschen in North und South Carolina galten Evakuierungsanordnungen. Manche Bewohner zogen es dennoch vor, sich in ihren Häusern und Wohnungen zu verschanzen.

Wassermassen rund um ein Haus in Georgetown, South Carolina
Sean Rayford/ AFP

Wassermassen rund um ein Haus in Georgetown, South Carolina

Gesundheitsminister der Bahamas: Endgültige Anzahl der Todesopfer wird "überwältigend" sein

Der Hurrikan hatte zuvor fast drei Tage lang auf den Bahamas gewütet und verheerende Schäden angerichtet. Jüngsten Angaben zufolge starben mindestens 30 Menschen. Gesundheitsminister Duane Sands sagte dem Radiosender der Zeitung "The Nassau Guardian", die endgültige Anzahl der Todesopfer des verheerenden Hurrikans auf den Bahamas werde "überwältigend" sein.

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Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas: "Katastrophale Zerstörung"

Die Rettungseinsätze kommen wegen der katastrophalen Schäden nur langsam voran. Das World Food Programme (WFP) bereitet derzeit eine Nahrungsmittellieferung für die vielen Obdachlosen vor. Die Agentur habe umgerechnet rund sieben Tonnen fertiger Gerichte gekauft und organisiere den Transport auf die Bahamas, sagte der Sprecher von Uno-Generalsekretär António Guterres, Stephane Dujarric. Dort solle die Nahrung an Zehntausende Bedürftige verteilt werden.

Zudem werde die Uno-Agentur Bauteile für Büros und Generatoren von Panama auf die Hauptinseln fliegen lassen, auf denen zwei logistische Zentren für die Einsatzkräfte errichtet werden sollen. Die Kommunikation der Helfer solle mit Satellitentelefonen verbessert werden.

aar/dpa/AFP

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galens 06.09.2019
1. Klimawandel
Das ist leider "nur" ein Vorgeschmack dessen was auf uns Menschen noch wartet. Ich habe wirkliche Angst wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht das sich die Stärke zukünftiger Naturkatastrophen potenzieren kann und meiner Meinung nach wird.
kuschmucki 06.09.2019
2. Umgestürzter Baum in Charleston, South Carolina
Ich sehe einen abgebrochenen, morschen Ast auf dem Boden liegen. Nicht mehr.
cschmitt 06.09.2019
3.
Zitat von kuschmuckiIch sehe einen abgebrochenen, morschen Ast auf dem Boden liegen. Nicht mehr.
Das ist ja auch ein Artikel, kein Bilderbuch. Die wesentliche Information wird im Text transportiert.
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