Ausläufer von Hurrikan »Ida« Mehrere Tote durch Überschwemmungen an der US-Ostküste

Die Überschwemmungen durch Hurrikan-Ausläufer im Großraum New York haben mehrere Menschen das Leben gekostet. Keller und U-Bahnhöfe liefen voll, der Notstand wurde ausgerufen.
Überflutete Straßen in New York: Im Nachbarstaat New Jersey wurde laut CNN ein Mann in seinem Auto mitgerissen und starb

Überflutete Straßen in New York: Im Nachbarstaat New Jersey wurde laut CNN ein Mann in seinem Auto mitgerissen und starb

Foto: Justin Lane / EPA

Bei durch Ausläufer von Hurrikan »Ida« ausgelösten Überschwemmungen an der US-Ostküste sind im Großraum New York mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die »New York Times « berichtet bislang von zwei Todesopfern, die »Washington Post « von vier. Der Fernsehsender NBC  meldete in der Nacht gar sechs Tote. Darunter seien vier Menschen gewesen, die in New York City in überfluteten Kellern eingeschlossen wurden und starben. Eine offizielle Bestätigung zur Zahl der Opfer gibt es bislang nicht.

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New York unter Wasser

Foto: Justin Lane / EPA

Eines der Opfer starb dem Sender CNN zufolge im benachbarten Bundesstaat New Jersey. In der dort gelegenen Stadt Passaic sei ein Mann in seinem Auto von den Fluten mitgerissen worden, sagte Bürgermeister Hector Lora dem Sender.

Wasser dringt in U-Bahn-Stationen ein

New York City, New Jersey und der Bundesstaat New York haben wegen der Überschwemmungen den Notstand ausgerufen. Ausläufer des Tropensturms »Ida« haben bezogen auf die Region den stärksten Regen seit Beginn der Aufzeichnungen gebracht, unter anderem wurde die Millionenstadt New York überflutet.

Das Wasser drang auch in die U-Bahn ein, laut den New Yorker Verkehrsbetrieben mussten mehrere Menschen in Sicherheit gebracht werden. Der U-Bahn-Betrieb sei extrem eingeschränkt. Laut CNN wurde der Verkehr auf fast allen Linien eingestellt.

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Die Stadtverwaltung verhängte eine Reisesperre, ausgenommen sind Einsatzkräfte. »Alle Nicht-Notfallfahrzeuge müssen runter von den Straßen und Autobahnen von NYC.« Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem extremen Wetterereignis, Tausende Menschen in der Stadt seien ohne Strom. Er forderte die Bürger auf, zu Hause zu bleiben, die Straßen für Rettungsfahrzeuge freizuhalten und sich vor allem von der U-Bahn fernzuhalten.

DER SPIEGEL

Biden reist nach Louisiana

»Ida« war zuvor noch mit Hurrikan-Stärke über die Golfküste hinweggezogen. Nach jüngsten Zählungen kamen dort sechs Menschen ums Leben. Ganze Orte wurden zerstört, die Schäden gehen in die Milliarden. Der Gouverneur des Bundesstaats Louisiana, John Bel Edwards, bat um Hilfsgüter und Unterstützung für Millionen Menschen, die von Stromausfällen betroffen sind, sowie für rund 600.000 Menschen, die auch keinen Zugang zu Trinkwasser haben.

Am Freitag will sich US-Präsident Joe Biden ein Bild von der Lage in Louisiana machen. »Ida« weckt Erinnerungen an den Hurrikan »Katrina«, der vor 16 Jahren in der Stadt New Orleans schwerste Schäden anrichtete. Damals starben rund 1800 Menschen.

apr/Reuters
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