Hurrikan "Irma" Puerto Rico und Florida rufen Notstand aus

Sturm "Irma" bedroht die Karibik und den Süden der USA: Das Hurrikanzentrum hat ihn auf die zweithöchste Kategorie hochgestuft. Die Gouverneure in Florida und Puerto Rico riefen den Notstand aus.

Satellitenaufnahme von "Irma" am 4. September
AFP/NOAA/RAMMB

Satellitenaufnahme von "Irma" am 4. September


Nur wenige Tage nach "Harvey" nimmt ein neuer Sturm im Atlantik Kurs auf den Süden der USA. Das nationale Hurrikanzentrum NHC stufte "Irma" auf die zweihöchste Kategorie 4 hinauf. Am Montagabend befand sich der Sturm rund 790 Kilometer östlich der Inselgruppe der Kleinen Antillen - dort wird er zwischen Dienstagnacht und Mittwochfrüh erwartet. Den Vorhersagen zufolge könnte "Irma" dann am Mittwoch mit voller Wucht im Norden Puerto Ricos auf Land treffen.

Meteorologen erklärten, der genaue Weg des Sturms könne noch nicht vorhergesagt werden. Vermutlich werde "Irma" jedoch am Samstag den Süden von Florida erreichen. Der Gouverneur des Bundesstaats, Rick Scott, rief den Notstand in dem US-Bundesstaat aus. "Hurrikan 'Irma' ist ein großer und lebensbedrohlicher Sturm, und Florida muss vorbereitet sein", sagte er.

Der Gouverneur des US-Außengebiets Puerto Rico, Ricardo Rossello Nevares, mobilisierte die Nationalgarde und kündigte die Einrichtung von Notunterkünften für 62.000 Menschen an. Ein mit einem Feldkrankenhaus ausgestatteter US-Flugzeugträger wurde vorsorglich in die Region geschickt. Die Hauptstadt San Juan im Norden der Insel ordnete für 900 Beamte - darunter Polizisten, medizinisches Personal und Sozialarbeiter - Sonderschichten an. Die Schulen bleiben am Dienstag geschlossen.

Experten warnen, der Sturm könne eine ähnliche Kraft entwickeln wie Hurrikan "Harvey". Er hatte Ende August insbesondere an der Küste von Texas für schwerste Überschwemmungen und Schäden gesorgt; zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Laut NHC könnte "Irma" auf seinem Durchzug einen Anstieg des Meeres um drei Meter, Starkregen und "große zerstörerische Wellen" auslösen.

aar/Reuters/AFP

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