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Hurrikan "Michael" richtet in Florida schwere Verwüstungen an

Mindestens zwei Menschen sind gestorben, Gebäude sind zerstört, Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom: Hurrikan "Michael" ist in Florida auf Land getroffen. Das volle Ausmaß der Schäden ist noch unklar.

Hurrikan "Michael" hat Florida mit Wucht getroffen und im Nordwesten des US-Bundesstaates für extremes Wetterchaos und Zerstörung gesorgt. Das Nationale Hurrikanzentrum sprach von einem Rekordsturm in der Region, wobei das genaue Ausmaß der Folgen am Donnerstag noch unklar war. Tags zuvor war "Michael" mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf die Küste getroffen.

Ein Kind und ein Mann seien gestorben, berichtet der Sender CNN. Der Mann starb demnach, als ein Baum auf sein Haus in Greensboro fiel. In Georgia wurde ein elfjähriges Mädchen getötet, als ein durch die Luft wirbelnder Carport auf ihrem Haus landete, wie der Chef der örtlichen Katastrophenhilfe, Travis Brooks, mitteilte.

In Hunderttausenden Haushalten fiel der Strom aus. Floridas Gouverneur Rick Scott ließ Such- und Rettungsmannschaften in die besonders schlimm betroffenen Gebiete ausrücken.

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Hurrikan "Michael": Mit 250 Kilometern pro Stunde über Florida hinweg

Foto: AFP/NOAA/RAMMB

Als "Michael" am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nordwestlich des kleinen Ortes Mexico Beach die Küste traf, fehlten dem Sturm nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Aufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörung, Überflutungen und Trümmer. Auch auf Bildern aus der Stadt Panama City Beach waren Häuserreste, abgedeckte Dächer und umgeknickte Bäume zu sehen.

Der Meteorologe Dennis Feltgen vom Nationalen Hurrikanzentrum erklärte, es handele sich um den stärksten Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der Floridas Panhandle getroffen habe. Als Panhandle (Landzipfel oder wörtlich Pfannenstiel) wird der nordwestliche Zipfel Floridas bezeichnet.

"Michael" hatte in den vergangenen Tagen rasant an Stärke gewonnen. Die Behörden hatten Hunderttausende Menschen aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Doch viele kamen dem nicht nach. Floridas Gouverneur Scott sagte, er sei enttäuscht darüber.

Im Video: Warum das Wetter immer unberechenbarer wird

Bei seinem Zug nach Norden schwächte sich der Sturm inzwischen zu einem Hurrikan der Kategorie eins ab, blieb aber dennoch gefährlich. Am Mittwochabend (Ortszeit) zog er durch den Südwesten des Bundesstaates Georgia. In einigen Gebieten dort galten Tornadowarnungen. Die Katastrophenschutzbehörde Fema warnte, "Michael" werde auch North und South Carolina starken Regen bringen. Die beiden Bundesstaaten liegen noch weiter nördlich.

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US-Präsident Donald Trump begann am Abend seine Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung damit, den Menschen in den betroffenen Gebieten sein Mitgefühl auszusprechen. Die "Gedanken und Gebete" der gesamten Nation seien bei ihnen. Trump hatte zuvor erklärt, er habe die Wahlkampfkundgebung nicht absagen wollen, weil er die Menschen nicht enttäuschen wolle, die darauf gewartet hätten.

Der Präsident kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen. Bei einem früheren Besuch befürchte er, den Helfern in die Quere zu kommen, sagte Trump.

aar/dpa/AFP