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30. Juni 2017, 09:19 Uhr

Rekord

Mehr als zehn Millionen Ausländer leben in Deutschland

In Deutschland leben so viele Ausländer wie noch nie. Ende 2016 waren es laut Statistischem Bundesamt gut zehn Millionen. Binnen zweier Jahre erhöhte sich die Zahl damit um 23 Prozent.

Die Zahl der in Deutschland gemeldeten Ausländer nimmt weiter zu. Zum Jahresende 2016 waren im Ausländerzentralregister (AZR) mehr als zehn Millionen Menschen erfasst, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dies war demnach die höchste jemals registrierte Zahl seit der Einrichtung des AZR im Jahr 1967. In dieser Statistik werden nur Menschen berücksichtigt, die ausschließlich eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen.

In den Jahren 2015 und 2016 nahm die Zahl der Ausländer den Angaben zufolge um knapp 1,9 Millionen Menschen zu - ein Anstieg um 23,1 Prozent. Netto wanderten im Jahr 2015, als die Flüchtlingskrise auf ihrem Höhepunkt war, gut 1,5 Millionen Menschen zu. Im Jahr 2016 wurden netto gut 480.000 Zuwanderer registriert.

Ein Grund für die Entwicklung ist der starke Zuzug von Flüchtlingen: Seit Anfang 2015 kamen fast 520.000 Syrer, 178.100 Afghanen und 138.500 Iraker in die Bundesrepublik. Der Zuzug aus Staaten außerhalb der Europäischen Union betrug den Angaben zufolge seit Anfang 2015 knapp 1,3 Millionen Menschen - nach nur rund 880.000 Menschen in den Jahren 2007 bis 2014.

Dagegen spielt die Zuwanderung aus den EU-Mitgliedstaaten - etwa den von der Eurokrise betroffenen Mittelmeerstaaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien - eine geringere Rollen als in den Vorjahren.

Der Saldo aus Geburten und Sterbefällen in der ausländischen Bevölkerung belief sich laut Statistik 2015 und 2016 auf ein Plus von fast 100.000 Menschen. Seit Anfang 2015 wurden zudem knapp 230.000 Menschen nach ihrer Einbürgerung in Deutschland aus dem AZR gelöscht.

wit/AFP/Reuters

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