Überschwemmungen, Zyklone Sieben Millionen Menschen fliehen vor Extremwetter

Etliche Menschen sind im ersten Halbjahr vor Naturkatastrophen geflohen. 2019 könnte eines der verheerendsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen werden, warnt eine Nichtregierungsorganisation.

Zwei Frauen blicken in Simbabwe zu den Resten einer Brücke, die durch Zyklon "Idai" zerstört wurde: Millionen Menschen fliehen vor Naturkatastrophen
Philimon Bulawayo/ REUTERS

Zwei Frauen blicken in Simbabwe zu den Resten einer Brücke, die durch Zyklon "Idai" zerstört wurde: Millionen Menschen fliehen vor Naturkatastrophen


Überschwemmungen, Zyklone und andere extreme Wetterereignisse haben im ersten Halbjahr 2019 einem Bericht zufolge weltweit rund sieben Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen gemacht. Das teilte die in Genf ansässige Beobachtungsstelle für intern Vertriebene (IDMC) mit.

Zu den schlimmsten Wetterkatastrophen gehörten demnach unter anderem Zyklon "Fani" in Indien und Bangladesch sowie Zyklon "Idai", der vor allem in Mosambik, aber auch Malawi, Simbabwe und Madagaskar wütete. Überschwemmungen wie in Iran, in Äthiopien, Bolivien und auf den Philippinen seien ähnlich zerstörerisch gewesen.

Bis Jahresende könnte sich die Zahl der durch Wetterereignisse Vertriebenen auf 22 Millionen erhöhen, schreibt die Beobachtungsstelle. Der Grund: Die zweite Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Experten anfälliger für Wetterrisiken. Damit könnte 2019 eines der verheerendsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen werden, so die IDMC.

Die Nichtregierungsorganisation wertete für den Bericht Daten von Regierungen, Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen sowie Medienberichte aus. Binnenflüchtlinge fliehen innerhalb ihres Heimatlandes, überschreiten also keine Staatsgrenzen.

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jpz/dpa



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