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Missbrauchsaufnahmen Innenminister planen »bundesweit abgestimmten Melde- und Löschprozess«

Bilder sexuellen Missbrauchs sind oft noch viele Jahre später im Netz verfügbar – für Betroffene ist das eine enorme Belastung. Nach SPIEGEL-Informationen wollen die Bundesländer das Problem nun angehen.
aus DER SPIEGEL 22/2022
NRW-Innenminister Reul: »Das Internet darf keine Dauerausstellung von Missbrauchs­abbildungen sein«

NRW-Innenminister Reul: »Das Internet darf keine Dauerausstellung von Missbrauchs­abbildungen sein«

Foto: Federico Gambarini / dpa

Die Innenminister der Länder wollen den Kampf gegen sogenannte Kinderpornografie im Internet forcieren. Sie planen, einen »bundesweit abgestimmten Melde- und Löschprozess« erarbeiten zu lassen mit dem Ziel, Aufnahmen sexuellen Missbrauchs aus dem Internet effektiver zu entfernen.

Aus: DER SPIEGEL 22/2022

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SPIEGEL und NDR hatten vor einiger Zeit enthüllt, mit wie wenig Aufwand entsprechende Inhalte aus dem Netz gelöscht werden könnten. Bislang sind viele Bilder oft auch Jahre später noch verfügbar.

Lange stellte sich die Polizei auf den Standpunkt, für die Löschung solcher Videos nicht zuständig zu sein. Die Innenminister vertreten nun jedoch die Auffassung, dass die »weiterhin vorhandene Verfügbarkeit der Daten im Internet zu zusätzlichen traumatisierenden Erfahrungen bei den Opfern« führe. Es bestehe Handlungsbedarf.

»Das Internet darf keine Dauerausstellung von Missbrauchs­abbildungen sein«, sagt der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). »Deshalb wollen wir, dass Missbrauchsabbildungen und kinderpornografische Inhalte schneller, einfacher und ein­heitlicher gemeldet und auch gelöscht werden.«

jdl
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