Insolvenz Hochzeitsausstatter treibt Bräute zur Weißglut

Traumkleid hinter verschlossenen Türen: Aufgebracht und in Tränen aufgelöst haben Dutzende Bräute in Irland gegen die Schließung eines Hochzeitsausstatters protestiert. Der hatte wegen Insolvenz geschlossen und war die Auslieferung von 180 kostspieligen Roben schuldig geblieben.


Dublin – Weil er pleite war, schloss der Besitzer des renommierten "Wedding Dress Shop" in Cork seine Türen – und zog sich damit den Zorn der zukünftigen Ehefrauen zu. Die warteten nämlich sehnsüchtig auf ihre Maßanfertigungen für den schönsten Tag des Lebens. Bereits vor Monaten hatten sie rund 180 Brautkleider in Auftrag gegeben und dafür bis zu 7000 Euro investiert.

Der gestrige Protest ging so weit, dass die Polizei einschreiten musste. "Die Kundinnen sind im Moment in Panik", erklärte die Abgeordnete Kathleen Lynch, die den "Wedding Dress Shop" zu einer Stellungnahme aufforderte. "Sie wissen nicht, ob sie bei ihrer bevorstehenden Hochzeit ihr Traumkleid werden tragen können. Wir wissen alle, dass - obwohl die Hochzeit oft der glücklichste Tag im Leben einer Frau ist - die Vorbereitungen für die Feier traumatisch sein können."

Die Geschäftsinhaber kündigten an, alle Kundinnen, die eine Anzahlung geleistet hätten, sollten ihre Kleider erhalten. Details der geplanten Abwicklung nannte er allerdings nicht.

ala/AP



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