Wegen Hochwassergefahr Iran ordnet Evakuierung von sechs Städten an

Seit Wochen hat Iran aufgrund heftiger Regenfälle mit Überschwemmungen zu kämpfen. Bereits 70 Menschen starben. Nun drohen weitere Städte zu überfluten.

Bamdezh, Iran
AFP

Bamdezh, Iran


Wegen Hochwassergefahr haben die iranischen Behörden die Evakuierung von sechs Städten im Südwesten des Landes angeordnet. Die Städte am Ufer des Flusses sollten "so schnell wie möglich geräumt" werden, sagte der Gouverneur der Provinz Chusistan, Gholamresa Schariati, laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

In dem sonst unter Trockenheit leidenden Land regnet es seit Wochen. Im März waren bei schweren Überschwemmungen nach Angaben der Rettungsdienste 70 Menschen ums Leben gekommen.

Weiter Regenfälle sind vorhergesagt

Der Fluss Karkeh wird derzeit an mehreren Stellen gestaut. Die Staudämme könnten unter dem Druck der Wassermassen nachgeben und die Flussanwohner in Gefahr bringen. Die Ventile des großen Karkeh-Staudamms, eines der wichtigsten in der Region, mussten bereits geöffnet werden.

"Wir raten Frauen und Kindern, sich in Sicherheit bringen zu lassen, und Jugendlichen, zu bleiben um zu helfen", fügte der Gouverneur hinzu. Die Lage sei "kritisch", weil neue starke Regenfälle vorhergesagt seien. Nach Angaben von Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli könnten bis zu 400.000 Menschen in der Provinz Chusistan von einem Hochwasser betroffen sein.

tin/AFP



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